Nadel-Sucht: Warum das Erzgebirge einen ausgezeichneten Dealer hat
Shownotes
In dieser neuen Episode von hERZschlag tauchen wir tief ein in eine Welt zwischen Rille und Rebellion. Zu Gast ist Jens Roscher, Inhaber des „Tillophon“ in Annaberg-Buchholz. Jens ist ein Mann, der weit mehr als nur schwarzes Gold verkauft. In einer Zeit, in der echte Begegnungsorte immer seltener werden, hat er einen sozialen Anker geschaffen. Ein „Wohnzimmer für Musikmenschen“ und einen Stammtisch ohne Stammtischparolen, an dem Austausch noch ganz analog, ungefiltert und mit viel Haltung passiert.
Warum hängen ausgerechnet junge Menschen unter 30 heute wieder so intensiv an der Nadel und suchen im Vinyl einen bewussten Gegenentwurf zum digitalen Überkonsum? Jens rechnet im Gespräch gnadenlos mit der „reinen Gier“ der Musikindustrie ab und erklärt, warum Schallplatten für ihn kein „Museums-Scheiß“ oder bloße Wohnzimmer-Deko sind, sondern gelebtes Kulturgut. Erfahre, wie er den Spagat zwischen seiner DDR-Punk-Vergangenheit, dem Gewinn des Bundespreises „Emil“ und seiner Rolle als kultureller „Dealer“ für knapp 500.000 Erzgebirger meistert.
Diese Folge ist ein absolutes Muss für jeden, der Musik nicht nur konsumieren, sondern zelebrieren will. Es ist ein ehrlicher, kerniger Schlagabtausch über Leidenschaft, Heimat und die ganz großen Fragen des Lebens. Hör jetzt rein, abonniere unseren hERZschlag-Podast und teile diese Episode mit allen Vinyl-Freaks und Kultur-Rebellen in deinem Umkreis! Glück Auf!
Infolinks:
Jens Roscher ist der Inhaber des preisgekrönten Plattenladens „Tillophon“ in Annaberg-Buchholz und betreibt damit das einzige Fachgeschäft dieser Art im Erzgebirge. Der studierte Lehrer (Sport/Geschichte) war über viele Jahre als Geschäftsführer des soziokulturellen Zentrums „Alte Brauerei“ eine prägende Figur der regionalen Kulturarbeit.
Neben seinem Laden führt er die deutsch-tschechische Künstleragentur „Grenzgänger“ und versteht sich selbst als „Plattensommelier“, für den Musik ein verbindendes Kulturgut und keine reine Wertanlage ist. Er gilt als Kenner des DDR-Punk-Undergrounds und legt in seinem Geschäft großen Wert auf echten sozialen Austausch ganz ohne Stammtischparolen, dafür aber mit Weltoffenheit.
Durch den Podcast führt Benjamin Brunner. Er ist Teammitglied bei „Erzgebirge – Gedacht. Gemacht.“ und schwärmt von hERZen gern über seine Heimat.
Mehr Infos findest du hier: https://www.instagram.com/tillophon/
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn man nur frei von der Leber weg wird es manchmal auch doof ist und gerade im Erzgebirge.
00:00:06: Also, der Preis hat mich tatsächlich positiv geschockt.
00:00:12: Das sind wir mal realistisch.
00:00:13: Man braucht keine Fünfzig Platten pro Jahr.
00:00:34: Herrlich dieses Geräusch, dieses leichte Knistern, dieses sanfte Aufsetzen der Nadel Diese eine Moment bevor die Musik beginnt.
00:00:43: Für die einen ist es bloß Technik, für die anderen schon fast ein kleines Ritual – Ein Entschwinden aus der Hektik des Alltags, ein Durchatmen und ein Stück Vorfreude!
00:00:55: Ich stehe heute hier an einem Ort, an dem Musik nicht einfach nur verkauft wird.
00:00:59: Hier wird sie empfohlen, diskutiert, gesammelt, entdeckt, gefeiert und manchmal wahrscheinlich auch verteidigt.
00:01:06: Zwischen bunten Covern Schwarzen Scheiben, Säcken-Tentschätzen, Neuerscheinungen und jeder Menge Geschichten liegt hier mehr als nur Vinyl in der Luft.
00:01:16: Hier in diesen speziellen Laden im Herzen des Erzgebirges liegt Haltung in der Lüft, Leidenschaft, Erinnerung und ganz viel Kultur!
00:01:25: Und damit Glück auf und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Herzschlag – der Podcast aus dem Erzgerberge.
00:01:32: Mein Name ist Benjamin Brunner und wir tauchen heute ein in eine Welt zwischen Rille und Rebellion zwischen Ladentheke und Lebensphilosophie, und zwischen Punk- und Platten.
00:01:42: Heute sind wir zu Gast bei Jens Roscher dem Inhaber des Plattenladens Telefon in Anaberg Buchholz – ein Mann dessen zweiter Vorname Musik ist!
00:01:50: Der Kultur nicht für ein Luxus gut hält sondern für etwas das Menschen verbindet und der mit seinem Laden einen Ort geschaffen hat an dem man nicht nur Schallplatten findet, sondern manchmal vielleicht auch sich selbst ein kleines Stück.
00:02:11: Wenn wir ehrlich sind Dann reden wir oft davon, dass Begegnungsorte verschwinden.
00:02:16: Orte an denen Menschen ins Gespräch kommen ohne das Gleiche einer auf die Uhr schaut.
00:02:20: Orten an.
00:02:21: den Austausch passiert ganz ungefiltert, ganz analog.
00:02:25: Manche finden so etwas in der Kneipe am Stammtisch andere im Fußballverein und wieder andere am Küchentisch daheim.
00:02:32: Und ich glaube man sollte unbedingt auch Plattenläden dazu zählen Denn wo Menschen über Musik sprechen, da reden sie ganz schnell eben nicht nur über Musik.
00:02:43: Da geht es um Erinnerung und Haltung, um Jugend, um Sehnsüchte, um Reibung, um Heimat... ...und manchmal sogar um die ganz großen Fragen des Lebens!
00:02:54: Wer bin ich?
00:02:54: Und wenn ja wie
00:02:55: viele?!
00:02:56: Und genau so ein Ort ist das Telefon für mich.
00:02:59: Lieber Jens, ich freue mich sehr dass wir heute hier sein dürfen.
00:03:02: Glück auf!
00:03:03: Ja, Glück auch auf Benny!
00:03:07: Jens, wenn man hier reinkommt dann fühlt sich das Telefon nicht wie ein klassisches Geschäft an.
00:03:13: Eher wie ein Wohnzimmer für Musikmenschen.
00:03:16: Wie ein Ort, an dem man hängen bleibt im besten Sinne weil man die Zeit vergisst.
00:03:21: was ist das Besondere an deinem Laden und wie viel vom privaten Jens Roger steckt eigentlich hier in den Regalen drin?
00:03:31: Naja... Das Besondere ist vielleicht dass einen Plattenladen an sich etwas Ungewöhnliches heutzutage ist.
00:03:43: Ja, und dass ich ihn tatsächlich wie du in deiner schönen Vorrede formuliert hast als Treffpunkt konzipiert habe wo man sitzen plaudern Musik hören kann.
00:03:58: Glaubst Du das ich da private Jens Roschel?
00:04:03: auch hier wohlfühlen würde und so ein Wohnzimmergefühl herstellen könnte?
00:04:08: Oder hast du halt auch Sachen, wo du sagst ja die sind jetzt nicht ich als Jens.
00:04:13: Sonst die mache ich halt weil es meine Kunden wollen.
00:04:17: Na gut wenn Platz wäre würde ich vielleicht noch eine Couch rein stellen werden sie ums private ging aber ansonsten ist das denke ich unhoffig.
00:04:30: ne gute Mischung aus Dinge die man persönlich selber auch gut findet und natürlich aus Dingen, die man den Leuten anbieten möchte, die noch reale Tonträger anhören.
00:04:46: Jens du bist für mich so etwas wie ein Plattensommelier einer der nicht einfach wache verkauft sondern Musik mit Geschmackgefühl und Gespür empfiehlt.
00:04:56: das hat mal ganz bildlich gefragt wenn du uns für einen herzlichen Genusttag etwas auf den Plattentisch servieren müsstest.
00:05:05: Was gäbe es musikalisch zum Frühstück, zum Mittag und zum Abendbrot?
00:05:10: Das ist eine witzige Frage weil ich tatsächlich zu Hause meine Anlage auch in die Küche schalten kann und sowohl zum Frühstag, zum mittag so wie ich zuhause bin.
00:05:26: Da müsste ich jetzt überlegen, also früh darfst du schon eher so ein bisschen in die Rock sein.
00:05:33: Zum Mittag kannst du mal irgendwas ruhiges Liedermacher oder auch irgendeine Fogglatte sein.
00:05:43: Ja und abends nimmt man vielleicht mal was mit aus dem Plattenladen nach Hause und hört etwas Neues an.
00:05:50: Ach geil!
00:05:51: Du nimmst also Arbeit nach Hause?
00:05:53: Ich hab das privilegte Arbeit- und Freizeit... gemeinsam Spaß macht.
00:05:59: Sehr cool!
00:06:00: Das Telefon, dein Laden wurde mit dem E-Mail ausgezeichnet einem Preis der Schallplattenfachgeschäfte als wichtige soziale und kulturelle Orte sichtbar macht und gerade auch ihre Bedeutung im ländlichen Raum würdigt.
00:06:14: das ist ja weit mehr als nur ein netter Pokal bei dir am Regal oder hier eben deine Urkunde und Auszeichnung an der Wand.
00:06:19: was bedeutet dir denn dieser Preis persönlich?
00:06:23: Und was hat diese Auszeichnungen auch mit dir mit dem Laden und vielleicht auch mit dem Fortbestand vom Telefon gemacht.
00:06:32: Also der Preis, der hat mich tatsächlich positiv geschockt.
00:06:37: Ich hätte nie damit gerechnet... ich habe mich eher beworben weil, naja, bewerben sich halt alle, macht ja Sinn!
00:06:50: Und als die dann auf mich zukommen und meinten, ich wäre ein Unterpreisträger da war, konnte man mich tatsächlich nochmal überraschen.
00:06:59: Also das hat mich riesig gefreut.
00:07:02: Ich hätte nie damit gerechnet und es hatte tatsächlich auch nochmal weichen Neugestellt, ne?
00:07:10: Die Wirtschaftlichkeit von dem Laden ist jetzt kein Selbstläufer und der Preis hat wirklich einen Push gegeben.
00:07:20: also sind auf einmal viel mehr Leute auf den Laden aufmerksam geworden Also aus halb Ostdeutschland hier angereist, um einfach mal zu gucken was das ist und haben meistens auch etwas mitgenommen.
00:07:36: Und der eine oder andere ist tatsächlich auch zum Stammkunden dadurch geworden.
00:07:42: Also Stamm-Kunde heißt ja für mich
00:07:45: z.B.,
00:07:45: eher jemand, der dreimal im Jahr kommt, ist ein Stamm Kunde.
00:07:50: weil sind wir mal realistisch man braucht keine Fünfzehn Platten pro pro Jahr.
00:07:56: Man kauft sich vielleicht zehn Schallplatten pro Jahr und da reicht es, wenn man dreimal
00:08:01: vorbeischaut.".
00:08:04: Das ist spannend dass du gerade so deine Kunden ansprichst.
00:08:07: Du hast mal gesagt das rund die Hälfte deiner Kundschaft unter dreizig Jahre alt ist!
00:08:13: Das überrascht wahrscheinlich viele weil sie mit dem Erzgebirge das eher nicht verbinden.
00:08:16: Menschen U-Dreißig wenn man durch die eine oder andere Straße zieht und tatsächlich auch Schallblattenehr mit Nostalgie oder älteren Semestern verknüpft.
00:08:25: aber warum glaubst Dass junge Leute wieder so stark auch für neue Kassetten oder andere Formate anspringen, ist es vielleicht ein Gegenentwurf zu diesem schnellen Streaming und digitalem Überkonsum?
00:08:39: Also erst mal jahres ist tatsächlich so.
00:08:42: Das steht immer noch dass viele oder die Hälfte junge Leute sind.
00:08:48: Und das sind zum einen viele Schüler und zum anderen sind's auch Leute.
00:08:57: von daher... glaube ich nicht, dass Nostalgie das richtige Wort ist.
00:09:00: Für die ist es ja etwas Ultraneues.
00:09:03: also Nostalgie ist vielleicht ein mp-III und Platte ist noch was, was sie nie gesehen haben.
00:09:09: wenn dir jetzt ein Schüler der Achtzehn ist Abitur macht er kennt Kindeschallplatten.
00:09:15: da kennen unter Umständen nicht mal groß CDs.
00:09:18: von daher ist es wieder etwas Aufregendes.
00:09:21: die gucken manchmal.
00:09:23: Manchmal kommt mit einer, die schon einen Blattenspieler hat und die Blatten kauft.
00:09:26: Kommt eine Freundin mit?
00:09:27: Interessant sind viele junge Mädels mehr Mädels als Jungs, die Schallplatten hören
00:09:33: okay so
00:09:34: Und Die Freundin die lässt sich dann erst mal erklären wie das geht ne mit der Nadel und dass sie sich die Blatte dreht und Wie die Musik rauskommt.
00:09:44: Also von daher Ist das the morning after wenn du willst.
00:09:49: also es ist noch Neuer als Dreaming Für manche.
00:09:54: Kriegst du auch so mit, ne?
00:09:56: Also ich hatte ja gesagt... also für mich persönlich ist mir eher ein N-Treißiger.
00:10:00: Ich ziehe mich ja zu deiner Generation!
00:10:03: Die älteren Füße, ah
00:10:04: nicht?!
00:10:06: Für mich ist Schallplatten anhören wirklich einen Zelebrieren tatsächlich dieses Entschleunigen und aber wirklich ein Gegenentwurf zum Thema Streaming und es ist immer was da.
00:10:16: Du hast immer Musik in dieser kleinen Hosentasche irgendwie dabei Und diese zelebrieren dieses Jahr, wenn es knack-knackt.
00:10:23: Dieses Auflegen, dieses Wechseln, dieses Nichtschaffel spielen – das finde ich schon interessant!
00:10:29: Kommen auch jüngere Leute zu dir die genauer auch das Suchen des Entschleunigten im Venue?
00:10:35: Ja, das sagen mir tatsächlich manche Kunden interessanterweise auf Pärchen.
00:10:40: Die erzählen dann, dass sie sich abends schön aufs Sofa setzen.
00:10:43: Also du tust mal kultiviert aus, dich schön auf so versetzen und eine Platte auflegen und zusammen Musik hören.
00:10:52: Und dass sie das auch als bewussten Akt so tun wollen.
00:10:57: Von daher ja, mit Sicherheit ist es auch eine Komponentin.
00:11:01: Das ist ein Gegenentwurf zu Dauerschleifenmusik.
00:11:06: Man hat die nicht in den Griff.
00:11:08: Man kriegt die ja nicht eingehegt.
00:11:11: Man schaltet irgendeinen Künstler an weil man die neuen Song von Künstlern X Y hören will Und vier Songs später doodelt Musik von völlig anderen Leuten, die man gar nicht kennt.
00:11:23: Die man oft nicht mehr wahrnimmt.
00:11:27: Das doodlt einfach!
00:11:34: Wenn wir über dein Laden sprechen Jens, dann sprechen wir auch automatisch irgendwie über Kultur.
00:11:40: Über Zugang, über Teilhabe und über die Frage wer darf eigentlich mitmachen?
00:11:44: Mit hören, mit
00:11:45: fühlen?!
00:11:46: Wie wichtig ist es dir denn persönlich, Kultur überhaupt zugänglich zu machen?
00:11:51: Und wie blickst du auch auf das Spannungsfeld zwischen, ich sag mal kulturellen Anspruch und ja wirtschaftlicher Realität?
00:11:58: Na Kultur ist ein elementarer Bestandteil des Daußseins.
00:12:04: Da muss man nicht mal drüber aktiv nachdenken.
00:12:08: Am Ende ist es ein Fußball-Fanschall umlegen auch schon Kultur im weitesten Sinne so... ...und jede Form im Fernsehen-Film angucken ist auch der Konsum von Kultur und so eben auch Musik.
00:12:26: Und Spannungsfeld, also was ich bemerke ist das Kultur im engeren Sinne.
00:12:37: als Kultur versteht Theater, Kinos Konzerte Schallplatten Von mir aus auch Streaming dass da der Zugang Jahr für Jahr schwieriger wird, weil die steigenden Preise einfach bestimmte Leute punktuell ausschließen.
00:13:08: Für diese fällt es dann auch aus eine Kulturveranstaltung zu besuchen, weil sie sich das Geld lieber für was anderes sparen.
00:13:20: Also das sehe ich auch mit Soge.
00:13:23: Also Ticketpreise für Konzerte, das ist für mich völlig aus dem Ruder gelaufen.
00:13:27: Kosten der Künstler hin und her!
00:13:29: Das ist aber kein Argument weil am Ende wenn irgendein Künstlern nur noch von Leuten gesehen werden darf die Hundertfünfzig Euro für ticketbreit sind ausgegeben... ...das ist nicht im Sinn der Sache.
00:13:45: also so hat Rock'n Roll nicht angefangen.
00:13:48: Glaubst du wir... Wir als Gesellschaft haben die Möglichkeit, das Ruder rumzureißen und wenn ja braucht es dafür Geld um Kultur kostenlos anzubieten oder günstiger anzubieden.
00:14:02: Dorfkultur überhaupt?
00:14:03: was kosten?
00:14:04: Oder... Was glaubst du?
00:14:06: ne?
00:14:06: Wenn jetzt der Jens Roscher Politiker wäre!
00:14:09: Was bräuchte ist, um genau nach dieses elfenbeinturmmäßige Kulturangebot am Ende irgendwie halt zu durchbrechen?
00:14:19: Naja Unter uns, das passiert ja schon.
00:14:22: Und ich sehe es auch mit Wohlwollen.
00:14:24: Es gehen DJs in den Wald und legen mit einer kleinen ... Wie sagen wir?
00:14:32: Mit ein bisschen Energie, die sie da mit einem Kompressor oder was mitschleppen, legen die auf und kommen.
00:14:42: hunderthunderdfünfzig Leute und tanzen im Wald.
00:14:46: Oder irgendjemand, der privat einen größeren eine größere Scheune leer stehen hat, der lädt sich einfach ein paar Musiker ein und dann schenkt etwas aus.
00:14:58: Das passiert ja!
00:14:59: Und ich bin ein alter Aussie.
00:15:02: So ging es ja in acht schon Jahren.
00:15:05: Da hatten wir den Stadt unterwandert und hatte irgendwo halbligale Konzerte zu machen gemacht.
00:15:12: Dafür brauchst du erst mal ... das ist die eine Seite aber dafür brauchst Städtliche Unterstützung.
00:15:18: Da bräuchte es höchstens ein bisschen Augenmaß, dass man die Leute nicht verfolgt und nicht finanzamt solchen Aktivitäten hin und her judelt weil sie denken ihnen sind fünfzig Euro Umsatzsteuer für die Dreikisten Bier, die getrunken wurden entgangen.
00:15:36: Das ist das eine und das andere.
00:15:37: ja ne klar muss die offizielle Kultur auch weiter gefördert werden Aber mit Augenmaß und nicht mit Riesen-Gießkannen-Programmen, sondern einfach zielgerichtet.
00:15:57: Das würde jetzt zu weit führen, da bin ich kein Insider.
00:16:06: Spannend finde ich auch in dem Zusammenhang die Frage nach dem Künstlerverdienst.
00:16:11: Also nicht wie kann man maximal aus Musik profit schlagen?
00:16:15: Sondern eher wie kann ein System entstehen, in dem Kündler Händler Plattenladenbesitzung Und Publikum fern miteinander verbunden sind zwischen Maximum verdienen und Optimum verdient.
00:16:29: Das hattest du auch schon mal erzählt, aber wie siehst Du das?
00:16:33: Wie könnte das vielleicht wieder gelingen so?
00:16:36: Was jetzt Finuel betrifft funktioniert es ja in großen Teilen.
00:16:43: Die Künstler produzieren die Platte ... ein Großhändler kauft die denen ab, der Großhäntel verkauft sie an uns Händler und wir verkaufen sie an den einzelnen Kunden.
00:16:55: Interessant wird es immer wenn der eine oder andere diese Verwertungskette überspringen möchte.
00:17:02: Und das sehe ich so in der Tendenz, dass tun mehr und mehr Bands... Also auch auf die Gefahren, Unbelied macht, es geht zum Beispiel nicht klar.
00:17:18: Das ist eine Band wie Kraftklub.
00:17:20: Erstmal bevor die Platte überhaupt veröffentlicht wird können die Fans im Online-Shop die neue Kraftklublade schon Monate vorher bestellen während sie im Großhandel noch gar nicht als existent steht.
00:17:37: und dann drei Tage vor der Veröffentlichung kriegt sich auch mal der Großhandl.
00:17:42: Wenn alle schon bestellt haben, kriegt dann der Plattenhändler auch noch mal ein paar Kraftklub-Bladen.
00:17:46: Das geht nicht klar... Also es kann man so machen.
00:17:48: aber damit nehmen wir einen Kauf, dass das Plattenläden ja sterben müssen übertrieben, aber einfach den, der die Marge entgeht an ihre Kunden auch Kraftklubs ladenlos zu werden?
00:18:05: Weil die haben sie ja schon alle bestellt und die Post freut sich dann am Veröffentlichungs-Tag, dass er fünftausend Schallblatt transportieren darf.
00:18:15: Und wenn ich die dann Freitag am Veröffentlichtungstag stehen habe, kommen alle rein und sagen, ach, die hab' ich auch schon!
00:18:24: Aber das ist nicht... Das war jetzt bloß ein Beispiel.
00:18:28: Es gibt ja auch mit Sicherheit viele positive Beispiele, es gibt auch Benzi Die richtig aktiv mit dem Einzelhandel zusammenarbeiten, die den Einzelhandel informieren wenn irgendwas rauskommt und auch Angebote machen.
00:18:46: Also keinemzeit bringen wir ihre Platten manchmal so gut wie persönlich vorbei in Anaberg-Astirmen oder so.
00:18:53: das ist wieder ein positives Beispiel.
00:18:58: Glaubst du da manchmal, dass du dich vielleicht dort auch in so einem Kampf siehst?
00:19:02: David gegen Goliath.
00:19:03: Glaubt du... Du wirst ja vielleicht nicht der erste und einzige Platten-Ladenbesitzer sein, Händler sein, der das mitbekommt?
00:19:11: Wie große Bands das machen?
00:19:13: Gibts da einen Aufschrei?
00:19:14: Hast du da irgendwie was gehört?
00:19:15: Dass man da irgendwie dagegen operoniert?
00:19:19: Naja Das größere Problem ist, dass die großen Label sie Universal oder so nie, dass die wirklich die Preise über Gebühr hochgezogen haben.
00:19:35: Und das Platten mittlerweile ... platten von berühmten Künstlern kosten mittlerweile um die vierzig Euro wenn die neu rauskommen und das ist eine Schallplatte definitiv net wert.
00:19:47: Ist sie nicht?
00:19:48: Also der Kosten hin und her Produktionskosten der Künstler soll beteiligt werden.
00:19:53: Vierzisch Euro für ein Stück Plaste, wo vierzehn Minuten Musik rauskommen.
00:20:01: was schön ein schönes Cover hat.
00:20:04: Was schön produziert ist.
00:20:08: Das ist nicht mein... also vierzig Euro ist das net wert für mich.
00:20:12: Du bist gerade bei der Platte hingeblieben und du hast mal gesagt dass Musik sei nett einfach nur so eine Wohnzimmerdekoration.
00:20:21: Da steckt für mich eine ziemlich starke Haltung eigentlich drin, was das Thema Musik und auch Venue angeht.
00:20:26: Was meinst du damit genau?
00:20:27: Und bist du bei der Audiophilen-Grätschenfrage Venue als Wertanlage oder als gelebtes Kulturgut... ...auch schon mal mit Kundinnen und Kunden aneinander geraten?
00:20:39: Nein!
00:20:41: Aneinander gerade nicht und ich würde jetzt auch nochmal ergänzen.
00:20:45: Wertanlagen ja, das ist aber glaube ich eine ganz verschwindende Minderheit die das wirklich wie eine Aktie behandelt, genau genommen unsinn.
00:20:55: Aber es gibt tatsächlich die Platte ist ja das ist ne dritte Sache der Nutzung, die ist ja auch ins Sammler-Tum gewechselt.
00:21:06: und sammeln geht's tatsächlich nicht mehr um aktives Musik hören sondern den gehts um den Besitz von nem Sammelstück.
00:21:15: und darum kaufen die diese Platte oder diese CD.
00:21:21: Ich sag das jetzt wertfrei, weil es ist völlig legitim.
00:21:25: Ist aber nicht meine Idee von der Schallplatte und von einer CD.
00:21:29: Also meine Idee ist die aufzulegen und die Musik zu hören.
00:21:35: Und die Musik, die mir nicht gefällt, würde ich auch in meinen Kladenschrank stellen – ich privat!
00:21:42: Wenn das Sammler tun ist, ist das völlig legitim?
00:21:47: Weil du nur da so explizit danach fragst... Im Onlinehandel wird man tatsächlich manchmal, sag ich mal Streit ist übertrieben.
00:21:58: Aber man kriegt tatsächlich hat die Forenzen auszutragen mit Leuten, die dann irgendwie ein Wischer auf der Platte sehen und damit überhaupt nicht klar kommen weil sie sammeln nämlich Und die Platte muss so unversehrt aussehen dass in die Sammlung gestellt werden kann.
00:22:21: Und das ist denen dann auch egal, wenn man sagt Musik ist total los, anhobbar, die knackt nicht, die bratzelt nicht es gibt kein Problem außer dass deine Augen sich daran stören, dass da irgendein Wischer dran ist.
00:22:38: und da äußer ich hin und wieder schon mein Unverständnis weil das nicht meine Idee eben von dem vom Schallblatt ein Dasein ist.
00:22:50: Das ist interessant, weil du skizzierst den typischen Sammler und du kannst diesen Sammlern Gegenstand, der noch hat austauschen.
00:22:57: Egal ob es Lamborghini ist oder eine Venuschei-Platte ist, ob es Holzkunstmännchen sind ... Die Leute sind gar nicht mehr im Element Musik.
00:23:08: Sonst die Leute sind im ... das muss total los sein, weil ich sammel.
00:23:11: Da kannst du völlig austauschend was für ein Element von Gegenstand irgendwie ist.
00:23:15: Das finde ich total auch spannend, was du da skizziert hast!
00:23:18: Ich muss aber dazusagen, natürlich sind die Leute trotzdem wichtig.
00:23:22: Weil sie tragen auch zum Erhalt der Schallplatte als Medium bei, die tragen zum Erhalten von solchen Läden wie meinem bei in dem Sie die Platten auch erwerben.
00:23:36: Also die sind ein wichtiger Bestandteil.
00:23:38: Es geht nur um Standpunkt mein Privater-Standpunkt und den von anderen.
00:23:46: Ich bin ja schon öfters bei dir zu Gast gewesen.
00:23:49: Schon ein paar Jahre tatsächlich und wenn ich so durch deine Regale stöbre sehe, zwischen Aber, Taylor Swift, Rammstein aber auch Jürgen Hart mit Sing My Saxe singen Punk in die Mainstream unerwartetes Und auch Liebhaberstücke Da fragt man sich natürlich irgendwie automatisch steckt hier auch enorm Vier Jens Roscher im Sortiment?
00:24:14: Was erzählen eigentlich auch diese Regale über dich aus?
00:24:19: Also bist du jetzt großer ACD-Fan.
00:24:21: Bist du ein großer Freude euch des Lebensfan Beton Tod, die Ärzte Jesses Anders und Bob Dylan oder machst Du das aus einem anderen Grund?
00:24:33: Das Sortiment richtet sich tatsächlich nach den Kundenwünschen.
00:24:38: Wenn ja drei Prozent Jens Roschard drin sind von musikalischen Interessen ist es viel und so gut zu.
00:24:46: also ich hab schon immer mal die fünf lieblings aktuellen Lieblingsplatten oder.
00:24:54: Platten die mich gerade wirklich begeistert haben, die ich dann auch ohne dass sie jemand danach fragt reinstelle und den Leuten empfehlen oder Bands die ich einfach mal gesehen habe und die mich begeisterte haben der Wärmde platten dann reingestellt.
00:25:10: aber ansonsten steht hier genau das was nach den paar Jahren Erfahrung jetzt auch die Leute kaufen wollen und da hier verschiedenste Leute tatsächlich reinkommen, ist eben auch die Bandbreite relativ groß.
00:25:25: Also man wird zur Not auch hier eine Volksmusikplatte kriegen, die jemand nur speziell sucht.
00:25:35: Ich
00:25:35: weiß ich stöme durch diese Korreousitäten und Raritäten und freue mich dass ich sowas finde.
00:25:42: Du hast gerade so ein bisschen deine Kunden beschrieben.
00:25:45: Gibt es so etwas wie einen typischen Telefonbesucher oder vielleicht sogar einen typisch ärztgebürgischen Plattenkäufer?
00:25:51: Und wie offen ist denn dann auch dein Publikum hier wirklich für was Neues, für was Schrilles oder auch vielleicht für was Abseitiges?
00:25:59: Die Mehrheit kommt mit klaren Vorstellungen, was wir kaufen wollen.
00:26:06: Es gibt ein Teil der Besucher den kann man tatsächlich was empfehlen.
00:26:12: aber Die meisten haben klare Ideen, was sie suchen.
00:26:15: Welche Stangen zu suchen mindestens?
00:26:19: Welche konkrete Platte sie suchen und ja ich bin dann halt behilflich, sie zu finden oder sie zu bestellen.
00:26:27: Kommen wir mal zu deinem Klick aufs Erzdeburger und auch vielleicht auf Anaberg.
00:26:32: in einem Interview mit dem Kollegen Tim Hofmann hast man den Satz gesagt der bei mir auch echt krass nachhalt Zitat immer wenn man in Anaberg was startet, was anderswo auch ganz normal ist kommt dieser mitleidig staunende Ton.
00:26:48: Ein Satz der echt wehtut weil so viel Wahrheit irgendwie da drin steckt.
00:26:54: Hast du den Eindruck dass das noch immer so ist.
00:26:57: also dieser Blick von außen auf das Erzgebirge als wären wir ja irgendwie immer ein bisschen zu provinziell für das was wir hier auf die Beine stellen?
00:27:05: Ja Erst mal ergänzend.
00:27:08: Das Mitleidische meint, dass sobald man sich in die große Welt begibt und ja es ist tatsächlich so ich kann es nicht anders sagen das war auch also als die Preisverleihung war.
00:27:24: Ich wurde dort schon freudig erwartet weil ich war wahrscheinlich schon ein ausgiebisches Thema bei den machen dort Weil die sich gefreut haben.
00:27:36: Jetzt kommt er aus deren Plattentaten im tiefsten, allerdiefsten Wald hat.
00:27:44: Da ging es gar nicht schwerpunktmäßig vielleicht sogar ins Erzgebirge.
00:27:48: Das Erz-Gebirge ist halt in einem Sack mit drin wo von Gegenden, von denen man einfach nicht erwartet dass da dieses Orteillen was Normalitätes auch stattfindet.
00:28:08: Also unseren Hörerinnen und Hörern kann ich nur sagen, hier gibt's auch alles oder vieles was es in der Stadt gibt.
00:28:14: Und wie siehst du das?
00:28:16: Na wir sind ja eine Stadt dachtig!
00:28:25: Wenn man sich so dein Lebenslauf anschaut, merkt man schnell dass war nie der kratzlinige Weg so ein Ziel.
00:28:31: Du hast über die Wände hinweg Sport und Geschichte auf Lärm schützt, aber scheinbar nie unterrichtet.
00:28:36: warum eigentlich nicht?
00:28:39: Wie kam es denn dazu, dass du stattdessen ein späterer Geschäftsführer in alten Brauerei geworden bist?
00:28:45: Die alte Brauerei ist ein soziales kulturelles Zentrum und da bist du ja schon irgendwie verbunden.
00:28:49: Weil wenn man Jens Roscher hört, hört man eine alte Brauei auch immer noch obwohl du ein paar Jahre raus bist.
00:28:55: Genau also wie kam es dazu... Und warum bist du kein Lehrer geworden?
00:29:02: Ja jetzt wird's als fühlisch!
00:29:04: Also du versattest aber ich wäre tatsächlich durchaus gern ... Lehrer geworden, das hat schon funktioniert.
00:29:14: Bei mir war natürlich der Sport war so das Prägende.
00:29:18: Nach der Wende waren einfach die DDR-Fanatischen, da hat ja viel zu viele Leute im sportlichen Bereich ausgebildet.
00:29:31: also brauchte nach der Winde kein Mensch mehr Sportlehrer Und es gab damals einfach zweihneinzehn Skoppskinderarwaren Darstellen und da war ich dann für Monat Sozialverempfänger.
00:29:46: Dann habe ich mich auf die Suche gemacht, und dann wurde eine IBM-Stelle ausgeschrieben.
00:29:51: Anaberg baut ein Jugendhaus und da hab' ich mich beworben und irgendwie fanden sie das dass sie mich da gebrauchen könnten und so ist das gekommen.
00:30:03: Das war ja jetzt kein Lehrer gegen Geschäftsführung, alte Brauerei.
00:30:07: Es war ein Prozess in neun schon Jahren.
00:30:10: Es waren zwei Jahre ABM oder eineinhalb Jahr ABM.
00:30:15: Dann wurde festgestellt, dass wir eine ordentliche Arbeit gemacht haben und dann hat es eine feste Anstellung rausgeworden.
00:30:26: Da hieß noch Jugendhaus.
00:30:28: Da ist damals ein Trägerverein gesucht.
00:30:31: Das war der Kreisjugendring ... Und irgendwann haben wir aber festgestellt, dass wird es alleine besser können und das war auch hinten des Hinterhauses mit verdammtem Geld selber ausbauen können.
00:30:44: Das haben wir dann alles gemacht.
00:30:45: jetzt mal Kurzfassung.
00:30:47: Und im Jahr zweitausend haben wir da tatsächlich vom Landrat die Zusage gekriegt, dass wir als eigener Verein diese alte Brauerei leiten und lenken können.
00:31:01: War kein anderer da, der die Geschäftsführung übernehmen konnte.
00:31:04: Zwei Tausend so richtig!
00:31:06: Also da war große Einigkeit damals.
00:31:08: Wir machen das so und du machst es.
00:31:11: Und wir haben viele engagierte Leute, die im Vorstand dann als Vorsitzender mitgenommen sind.
00:31:18: Ist ja aus allem was geworden.
00:31:19: Der erste Vorsitzende der alte Brauerei ist jetzt Geschäftsführer der Lebenshilfe der Sebastian Groß.
00:31:25: Ach was?
00:31:26: Das ist immer schon interessant zu sehen... Was aus diesen ganzen Mitstreitern der Neunziger und frühen Zweitausender, das sind alles fest im Leben stehende Leute die verantwortliche Jobs machen.
00:31:42: Die Karriere gemacht haben.
00:31:45: Und ich hoffe dem Leuten auch immer noch treu sind.
00:31:48: Ich kriege es ja jetzt nur noch per Refernt mit Ja also so So was dazu, aber wenn die mir damals eine Referentorstelle gegeben dann würde ich jetzt langsam auf meine Bensionierung zu steuern als Lehrer und würde mich jagen dass sich im Sportunterricht nicht mehr alles vormachen könnte.
00:32:10: Einfach vortanzen lassen.
00:32:11: Aber um nochmal zu sagen, also so zehn, zwanzig Unterrichtsstunden habe ich schon gehalten.
00:32:17: Also ich hab nicht nie unterrichtet.
00:32:19: Okay cool!
00:32:20: Ich hab ein paar Praktika's gemacht und wir mussten in dem damaligen Studium ja auch schon während des Studiums unterrichten.
00:32:27: Das war mir recht lustig da... Die anderen Studenten haben zugeguckt die saßen hinten der letzten Bank und wir saßen, mussten vorne unterrichten und dann natürlich oft Blödsinn gemacht.
00:32:37: Kennst du die Story, wie?
00:32:39: von ihrem Kollegen Freund?
00:32:42: Der sollte einen Kopfstand vormachen.
00:32:44: Mädchen-fünfte Klasse!
00:32:47: Und wir waren eine Gruppe von vier Studenten, drei haben zugeguckt und der hat die Unterrichtsstunde gehalten.
00:32:54: Wir führer hatten am Tag vorher warme ein Studentenglub, wenn du weißt was ich meine.
00:33:00: Dann hat er das Stützdreieck aufgemalt und versucht den Kopfstand beizubringen.
00:33:05: Die Mädels sind immer umgefunden... Und er hat es nicht kapiert.
00:33:09: Warum fliegen die?
00:33:10: Und irgendwann so ungehalten geworden, er hat angefangen... ...die Kinder zu beschimpfen sind ja doof.
00:33:17: und dann wir haben das auch noch nicht mit.
00:33:18: und dann haben wir irgendwann gesehen dass der Stützstreich falsch rum aufgezeichnet hat.
00:33:23: Und da konnten die ja Gorkien Kopfstein machen weil es Stütztreich falsch war.
00:33:26: herrlich, herrliche Geschichte.
00:33:31: Willst du diese Person grüßen?
00:33:32: Ja viele Grüße an Frank Otto Demach.
00:33:37: Sehr gut.
00:33:38: Storges Ding!
00:33:40: Bei der Brauerei sieht man dich so als Urgesteine, hast du ja auch gerade gesagt die vielleicht auch graue Eminenz?
00:33:48: Hast Kulturarbeit mit geprägt und wahrscheinlich auch unzählige Konzerte, Nächte- und Begegnungen erlebt in der Braurreihe und mit der alten Brauerei.
00:33:56: Und vielleicht war die alte Brau ei auch ein Ort an dem deine Werte musikalisch am stärksten geschärft wurden.
00:34:03: Dieses Weg vom Mainstream hin zum Vertrauen in das eigene Tun, ins Sperrige, ins Echte.
00:34:09: Woher kommt denn das bei dir?
00:34:10: Warum darfst du ruhig unangenehm sein?
00:34:12: Ruhig auch ein bisschen wehtun und nicht immer nur so mitschwimmen?
00:34:18: Naja ich bin ja... Ich bin in der DDR ja auch lieber zu freigang als zum Buddis gegangen oder lieber zum Monogel als zu Karat Und das war damals andere Grauend Das war damals unbequem.
00:34:35: Von daher ist es eigentlich nur die Fortsetzung unter anderem gesellschaftlichen Bedingungen.
00:34:40: Jetzt geht man halt lieber zur Keimzeitstadt, zu Herbert Grünenmeier oder zur Dritte Wahl statt zum Toten Hosen und so.
00:34:52: Du hast ja gerade gesagt dass wir dich auch ein bisschen zu Minus zehn bis zwanzig Stunden als Lehrer in der Uni gesehen haben.
00:34:58: Die Uni hatte ich irgendwie an den Los gelassen.
00:35:00: du hast später nochmal Kulturmanagement studiert und hast Jetzt immer noch eine deutsch-tschechische Künstleragentur.
00:35:07: Alleine der Name passt ja wunderbar, nicht nur zu deinem Weg, sondern auch in die Region.
00:35:12: Grenzgänger!
00:35:14: Wie kam es dazu eigentlich zustande und was machst du mit der Agentur?
00:35:18: Die Agentur war so ein Nebenidee neben der alten Brauerei, die galpsische Erzufälle ist.
00:35:27: Wir haben halt immer mal einen Tschechien rumgekrossen, sind auf Konzerte gegangen oder ich habe dort Benz entdeckt, die mich interessiert haben.
00:35:39: Und die haben wir dann auch in der Alpenbrauerei losgelassen.
00:35:43: und irgendwann waren wir also konkret, das war Spabel Selbers eine SEDC Coverband.
00:35:50: Wir hatten die, alle sind durchgedreht, alle fanden es toll und dann kommen in der Folgewoche anrufen und auch jemand persönlich ins Büro.
00:36:00: Ja!
00:36:01: Wir haben die Band und dann wo kann man sie buchen?
00:36:05: Da war so, man hätte auch was anderes sagen können.
00:36:07: Aber ich hab dann einfach gesagt bei mir.
00:36:09: Geil!
00:36:11: Und das ist tatsächlich der Gründungsmütter aus der Agentur und das war auch ... ... Jahrzehnt, Jahrzehn-Eins.
00:36:20: Und seitdem sprach sich da noch ein Tschechien rum, dass da jemanden gibt, der tschechische Bands nach Deutschland vermittelt und so kam Band für Band zusammen Und jetzt sind es fast vierzig, die uns auch Profil geschärft aus der Ober-Tribute-Bands.
00:36:40: Also Bands, die irgendeinen einzelnen Einzelkünstler nachahmen und ja davon lässt sich brauchbar leben.
00:36:48: Da muss ich mir keine Sorgen machen wenn der Plattenleuten mal portugieler bleibt.
00:36:55: Spannend!
00:36:56: ACDC verbindet.
00:36:59: Wir haben hier gehört, dass du jetzt auch mit Osteuropäischen Bands in Verbindung stehst.
00:37:04: Mit deiner Grenzgängeragentur und man hört ja auch das du ein Weltenbummler bist.
00:37:07: Einer der gern auf einfachen Fahrten unterwegs ist?
00:37:11: Auch vor allem mit dem Rad!
00:37:12: Nicht geschniekelt sondern eher ganz nah dran am echten Leben.
00:37:15: Nimmst Du von deinen Reisen auch so wieder was mit zurück ins Erzgebirge vielleicht auch in dein Laden oder vielleicht auch an deine Art wie du mit Menschen umgehst.
00:37:25: Ich bin schon geschniegelt auf meinem Rad ich habe einen Designer Ratschort.
00:37:32: Sehr gut!
00:37:33: Aber das noch als Spaß, zu eins zu eins möchte ich es nicht sagen.
00:37:39: auch wenn man die Welt bereist und wirklich bereist dann wird mir ja auch weltöffner weil man sieht dass erstens in vielen anderen oder eigentlich in jedem anderen Land auch kluge Menschen leben, auch fleißige Menschen leben Menschen leben, die was zustande kriegen.
00:38:03: Die oft auch sorgsamer miteinander umgehen.
00:38:10: Oft auch freundlicher als wir sind mit uns umgehen als Traveller und das nimmt man natürlich dann noch mit.
00:38:26: Man schafft sich so einen offenen Blick Im engeren Sinne für die Kultur.
00:38:32: Man hört natürlich auch Musik, die man sonst niemals finden würde... ...die man dann auch ein Stück mit in seine Umgebung, in sein Land,... ...in sein privates Plattenregal
00:38:52: übernimmt.".
00:38:55: Du hast gerade über Weltoffenheit gesprochen und du wandelst ja schon eine ziemliche Weile hier auf der Erzgebirgischenwelt?
00:39:03: Hat sich deiner Meinung nach das Thema Weltoffenheit, ist es irgendwie stehengeblieben im Erzgebirge?
00:39:08: Oder denkst du ja, das heißt schon die Jahre übergebessert.
00:39:11: Es gibt natürlich immer noch Ausreißer, die sind erlaubt.
00:39:15: oder glaubst wir brauchen einfach ein bisschen mehr Menschen von außen oder einfach den offenen Blick haben?
00:39:21: Grundsätzlich glaube ich dass sie sich gebessert hat oder mal andersrum.
00:39:28: Ich habe in meiner Jugend und die war ja nur unter DDR nicht wahrgenommen, dass hier irgendwas ängsternisch ist.
00:39:36: Also das... In Anaberg war es wie überall in der DDR.
00:39:43: Es gab da keine Unterschiede.
00:39:47: so krass und ich glaube auch damals wir hatten das ja vorhin hat Kenner in Berlin gedacht du kommst hinter den allerletzten Wald hervor und was?
00:39:59: Da gibt's schon fließend Wasser sondern Das war mehr auf Augenhöhe.
00:40:05: Und verschlechtert hat sich's aus meiner Sicht so, als dann doch nach der Wende viele wieder sich auf Wurzeln besonnen haben und da wurde halt das Nationale und das Regionale zuweilen eben auch aus meiner Sicht übertrieben.
00:40:28: Im Moment sehe ich aber schon ... viele Dinge öffner werden, dass viele Dinge moderner werden.
00:40:40: Manche Dinge sogar moderner sind als anderswo unter Umständen.
00:40:46: Das Problem ist halt das im Moment immer die wahrgenommen wären, die am lautesten sind.
00:40:52: und kluge Menschen sind oft auch leisere Menschen und dumme sind oft laut – und das ist ein echtes Problem!
00:41:03: Also, das würde ich mir direkt als T-Shirt irgendwo trocken lassen.
00:41:05: Da kann es ja fast sonntal in der Kirche so predigen!
00:41:08: Das ist so... Ja, es schade, aber es ist so krass.
00:41:11: Das Übrigens nach Erkenntnis von Charles Bukowski.
00:41:14: Oh!
00:41:14: Das dumme oft, dumme... also das Problem der Menschen lautet dass Kluge oft zweifelnd sind und Dumme laut.
00:41:28: Und Selbstsicherheit.
00:41:29: Wir reden ganz viel über Menschen, über Orte Über Begegnungen, das ist irgendwie alles lebendig.
00:41:35: Das ist alles was zum Greifen und zum Anfassen.
00:41:38: Und dein Laden am Ende ja auch!
00:41:40: Es ist nicht nur ein Geschäft sondern einen Raum für Begegenung.
00:41:43: Ein Ort für alle in Stammtisch ohne Stamm-Tischparolen.
00:41:46: Ein Platz an dem man über Musik zueinander findet.
00:41:49: Würdest du auch sagen dass es genau dein Anspruch von diesem Laden, dass er genau das sein sollte?
00:41:56: Ja muss ich jetzt nichts weiter dazu sagen.
00:41:59: Genau das soll er sein.
00:42:01: Ich frage hier wieder nach Gesinnung, noch nach musikalischen Geschmackern.
00:42:07: Nach irgendwas.
00:42:12: Mit einander zu sprechen ist auch unsere einzige Chance.
00:42:16: Da können wir ausgrenzen wie wir wollen.
00:42:19: Bevor wir aufeinander losgehen haben wir immer noch die Chance miteinander zu sprechen und wenn wir das versäumen dann sind wir verloren.
00:42:27: Dann gehen wir auferneinander los!
00:42:29: Das geht rohender als Öl.
00:42:32: Dieser Satz erinnert mich an eine Geschichte, die du mir mal erzählt hattest.
00:42:36: Dass ja ein ältere Mann reinkam und den erst mal einen Gespräch suchen wolltest.
00:42:40: Der wollte wo eine ganz bestimmte Richtung von Platte irgendwie Musik haben Und du bist mit ins Gespräch gekommen und hast ihn aber dann auch nachdem wir festgestellt hast.
00:42:48: Er ist halt nett offen für Meinungsbildung.
00:42:52: Hast du ihnen rauskompromittiert?
00:42:54: Ist das auch so deine Art von Haltung?
00:42:55: also wenn du feststellst Gott der is wirklich Verlohn, der passt nicht.
00:42:59: Der nimmt sich demnicht an einer offenen Diskussionskultur.
00:43:03: Kompromittierst du ihn raus?
00:43:05: Nein!
00:43:06: Also die Geschichte, die ich dir erzählt habe... also rauskomplimentieren tut man Leute, die übergriffisch werden.
00:43:14: Die irgendwas verbotenes tun was übergriffisches tun beleidigend werden.
00:43:20: in dem Fall war es beleidigt und dann nehme ich natürlich wahr das der Leuten mir gehört.
00:43:29: Aber ansonsten eine andere Meinung, die muss man am Ende aushalten.
00:43:36: Also auch wenn der Kunde oder mein Gesprächspartner geht ja nicht nur um Leuten, wenn ein Gesprächspartner immer wieder Dinge erzählt, die schwererträglich sind ... Man muss es irgendwo aushalben weil der Mensch entwickelt sich nur durch Selbsterkennung.
00:44:01: Ich kann niemanden was einreden, ich kann niemandem einredet und wählt ihn die Partei, nimmt ihr die Haltung an.
00:44:08: Das muss er selber rausfinden!
00:44:10: Ich kann mit meiner Meinung vielleicht einen Einfluss drauf nehmen wie andere dann sich ihre Meinung bilden
00:44:21: aber
00:44:22: an der Meinungsbildung von anderen Menschen kann ich nicht... Durch Bildung ja, aber das findet ja früher statt.
00:44:32: Da haben solche Lehrer.
00:44:33: Job ist jetzt ein guter Job.
00:44:35: Ist ein wichtiger Job.
00:44:36: Kommen wir noch mal ein bisschen zurück zu deiner generellen Kulturarbeit und zum Booking.
00:44:41: Du hast wirklich viel mit Veranstaltungen zu tun gehabt und auch immer echte Highlights vermittelt.
00:44:47: Gibt es so einen Künstler oder einen Booking in den Abenden im Moment?
00:44:51: Auf dem du besonders stolz bist oder dadurch witzigere Erinnerungen bleibst, warst das Neukartowalte mit denen BSE versäuchtes Rindfleisch gegessen hast?
00:44:59: Oder war es vielleicht irgendwas anderes, wo du sagst ja, dass nehme ich eigentlich bis mit ins Grab dieses Highlight.
00:45:05: Na die witzige Episode ist sicherlich... Ich habe so im Ende des Jahrhunderts Labrasbanda so lange bequatscht bis sie nach Anaberg gekommen sind.
00:45:20: Aber wirklich, bis der Bucke aufgegeben hat und gesagt hat... Scheiß!
00:45:25: Dann machen wir es eben.
00:45:27: Und dann war ich natürlich super ergeizig und wollte die Hürde übervölk kriegen.
00:45:31: Die Band waren noch nicht super bekannt aber für ihn seid ihr schon.
00:45:37: Und extra erstmalig CDS Eventim bemüht.
00:45:44: Ich zeige der Band dass in Anaburg auch ein paar Leute kommen.
00:45:48: Ja, und dann war der Abend.
00:45:50: Und dann kamen auch ein paar Leute.
00:45:52: Allerdings hat man vorher nicht einen CDS-Event, die im Vorverkauf geprüft... ...und wir konnten ja nicht ahnen, dass halt Bayern nach Annerberg einfällt.
00:46:01: Krass!
00:46:01: Da habe ich sozusagen die höchste Besucherzahl aller Zeiten in der Alpenbrauerei produziert,... ...und es war genau genommen ein sehr unerträgliches Konzert.
00:46:13: Es waren vierzig Grad im Saal.
00:46:17: Es haben alle getanzt und es tun sich bis heute alle, die dabei waren erinnern.
00:46:23: Und auch die Band ich treff den ein oder anderen hin und wieder weiß noch genau Anaberg-Saudergang one of the best parties in my life.
00:46:36: Abpriss!
00:46:38: Komm ja zurück direkt in dein Laden.
00:46:41: wir sind hier umzingelt von bunten kleinen Scheiben, CDs genannt von großen schwarzen Scheiben oder mittlerweile auch anderes bunte Scheiben-Venü genannt.
00:46:52: Wie viele Platten stehen eigentlich hier?
00:46:54: und gibt es so ein Verhältnis zwischen ja Second Hand und Neuware?
00:46:58: Und was ich total spannend finde du hast vor uns gesagt der Kunde bestimmt am Ende eigentlich was hier steht.
00:47:04: aber du musst dir da irgendwie korratieren einen gewissen Charakter eine Vielfalt darstellen.
00:47:09: genau das würde mich mal so interessieren.
00:47:10: was du deine platten angeht
00:47:13: Na laut meinem online Verzeichnis stehen zwanzigtausend Hundträger reichlich, die ausgepreist sind.
00:47:21: Dann wird's nur mal zehn tausend, die einfach so rumstehen, die noch der Verwendung harren.
00:47:31: Was ist denn deine emotionalste Platte?
00:47:33: Also die Platte mit der du sagst, die trifft mich immer wieder!
00:47:37: Die kann ich bei meinen Plattenbuffets morgens Mittagsabends... Auflegen.
00:47:43: Nicht nur musikalisch, sondern vor allem auch menschlich.
00:47:45: und warum ist es denn genau diese Platte oder dieser Künstler?
00:47:49: Naja... Schwierige Frage!
00:47:54: Es ist glaube ich wenn du nach der Emotionen fragst nicht eine Platte, sondern das Gesamtwerk von Anne-Marie Cantreuth.
00:48:05: Das klingt jetzt blöd weil ich bin ja überhaupt nicht die Generation.
00:48:10: Aber was der dazinkt Da hab ich ganz viel in meinem Leben ähnliche empfunden.
00:48:20: Und der singt über seine Seele, wie ich ähnlich empfundene habe und das ist tatsächlich... Also das fällt mir manchmal sogar schwer diese Platten anzuhören.
00:48:38: Konntest du dich mal mit Henning May schon persönlich austauschen?
00:48:42: Hat ja in der Alpenbrauerei gespielt, aber da war ich leider im Schioläup.
00:48:46: Oh Mann!
00:48:47: Die Schichtstecke waren wichtig.
00:48:49: Wir hatten sie ja kurz bevor sie weltberühmt geworden sind in Anerberg.
00:48:53: Das kann ich mich gar nicht mehr dran erinnern.
00:48:54: In welchen Jahr warden das?
00:48:56: Zwei Sechzehn, Fünfzehn-Sechzehn.
00:48:58: Boah krass.
00:49:01: Zehn Jahre
00:49:01: her.
00:49:02: Warn plus zehn Prozent Anerberger würde ich schätzen.
00:49:05: Da war halb sechsundar.
00:49:07: Ja, krass... Das war nach Lars Prasbanda dann wieder Highlight.
00:49:13: Vielleicht?
00:49:15: Ja, da war ich leider nicht da.
00:49:17: Da war ich einen Tag vorher in Jena anstelle dessen.
00:49:20: Ach hier zur Kultur erinnern?
00:49:21: Nee, die haben damals ja noch einen kleinen Clubs gespielt.
00:49:25: Da wars ich im Casablanca.
00:49:27: Ja okay.
00:49:28: Weil man sie eben in Anerbergnet sehen kann.
00:49:30: also die Produktion das finde ich schade bis heute dass sich die Produktion jetzt selber geleitet hat.
00:49:39: Jetzt eine Zeitmaschine haben.
00:49:40: das wäre natürlich super!
00:49:47: Jens, was ist für dich das Erzgebirge und was macht es für dich aus?
00:49:52: Ja ich lebe gerne im Erzgebürger.
00:49:56: Ich liebe die Landschaft.
00:49:59: Ich liebe die Möglichkeiten.
00:50:02: Ich sage immer wenn Leute sich wundern warum er hier so gut leben kann, sag' ich sind hundertzwanzig Kilometer bis Braak, hundert zwanzig bis Dresden und hunderttwanzig Bis Leipzig.
00:50:16: man wohnt also ziemlich zentral
00:50:19: Das Erzgebirge, der Mittelpunkt der Welt.
00:50:21: Nein,
00:50:23: da würde ich widersprechen.
00:50:25: Für mich ist das... Ich lebe gern hier aber auch nicht mehr und auch nicht weniger.
00:50:32: Ah, das klingt auch schön.
00:50:32: Du bist romantisch!
00:50:36: Was ist denn dein Happy Place für Geist und Seele?
00:50:38: Wo ist dein Lieblingsplatz im Erzgürge?
00:50:41: Oh, das ist tatsächlich am Fuse des Erzgebürges in Egertal.
00:50:45: Ah, die Seite.
00:50:46: Also da kommt mit direkt nämlich auch nochmal eine spannende Frage.
00:50:50: aber gibt es eine Begründung warum das Egertal?
00:50:54: Weil man da so viele schöne Dinge tun kann.
00:50:57: Mountainbalken, Paddeln, Bier trinken... Es ist relativ ruhige Natur und mittlerweile nimmt der Tourismus auch zu.
00:51:09: Aber
00:51:11: meine Frage, die sich da anschließt weil du gerade des Egertals sagst für mich als Erzgebirger Der ich bin, für mich ist das Erzgebirge mehr als die Grenze oberhalb von Wiesenteil.
00:51:20: Für mich ist es der Erz-Gebirge bis ins Böhmische hinein... Komm noch
00:51:23: rein!
00:51:24: Jens kriegt nicht gerade den Kunden?
00:51:26: Sucht dich nach.
00:51:26: wir machen ja plus ein Interview aber...
00:51:28: Klick auf hallo!
00:51:29: Verbutig.
00:51:31: Und zwar für mich als Erz Gebirger hört das Erzkübrige nicht an einer Grenze auf An dieser Menschen gemachten irgendwo da oben am Fichtelberg Sondern das geht bis ins Tschechische hinüber.
00:51:41: wie ist denn das für Dich?
00:51:42: also Für mich ist Erzgebirge auch derjenige, der an Bodgy da lebt.
00:51:46: Der fast vor Kortsbad irgendwie lebt oder auch in Kortsbard?
00:51:50: Wie ist es denn für dich das Erzgebürge auch quasi da drüben, Tschechien?
00:51:57: Ja, keine Frage!
00:51:59: Also ich nehme die Grenze übertritt, nehm' ich gar nicht mehr wahr.
00:52:02: Das ist ja so.
00:52:03: was, warum ich immer pro EU sein werde?
00:52:08: aus ganz privaten Gründen.
00:52:10: Man kann überall über die Grenzen... Und es ist überhaupt kein Problem, ne?
00:52:14: Wir denken nicht mal mehr darüber nach ob man Ausweis einsteckt.
00:52:18: Kannst du so richtig Erzgebirgisch reden Jens?
00:52:22: Nicht mein Fachgebiet.
00:52:25: Okay... Man erkennt mich sicher von außerhalb aber für ärztgebürgische Verhältnisse spreche ich sicherlich Hochdeutsch.
00:52:32: Okay!
00:52:33: Der Herr der Feine.
00:52:35: Hast Du aber dennoch ein erzgebürgsches Lieblingswort?
00:52:39: Nein hab' ich tatsächlich
00:52:41: nicht.
00:52:41: Ne echt
00:52:42: nicht?!
00:52:42: Das ist okay.
00:52:43: Nee, definitiv nein!
00:52:44: Okay
00:52:45: gut... Und jetzt komme ich zu diesem angekündigten Special was es nur für dich gibt und nur für diese Herzschlag-Episode.
00:52:52: und nun für euch liebe audiophile Hörerschaft unser hammer Schnellfragerunde in der Musiketischen nicht lange nachdenken Jens einfach raus ballern.
00:53:02: Vinyl oder Kassette?
00:53:03: Vinyl
00:53:04: Günder anderen oder Gartenderhoristen?
00:53:06: Gartendarhoristen A gestäpselt oder anplagt?
00:53:09: A gestöpselt.
00:53:11: Wohnzimmerkonzert oder Wacken?
00:53:12: Wohnzimer Konzert.
00:53:14: Synthesizer oder Orchester?
00:53:15: Beides
00:53:15: nicht!
00:53:17: Darkseid auf dem Moon, oder How much ist der Fisch?
00:53:20: Darkseit auf
00:53:20: dem moon.
00:53:21: Mushpit oder VIP-Bereich?
00:53:23: Mushpit.
00:53:24: Kommerz oder Indie?
00:53:26: Indie.
00:53:27: Technix SL-Altausendzwohundert oder Hey Google Spiels Spotify?
00:53:31: TechnixSL-Altausendzwaunderd, den ich tatsächlich besitze...
00:53:34: Oh!
00:53:35: Oha?!
00:53:36: Würdest du ihn verkaufen?
00:53:37: Nee.
00:53:38: Steig Dann war das die Schnellfrage Runde und wir kommen zu der Verabschiedung.
00:53:46: Lieber Jens, du bist für mich wie Beethoven's Unvollendete.
00:53:49: Eben einfach noch nicht fertig!
00:53:51: Und es meine ich als ganz großes Kompliment weil man bei dir das Gefühl hat dass er noch ganz viel in Bewegung ist und kommt.
00:53:58: Noch viele Ideen, noch viele Begegnungen, noch Viele Geschichten... ...noch viele Plattenseiten die da drauf warten aufgelegt zu werden.
00:54:06: Dein Telefon ist kein Laden.
00:54:08: Es ist ein Ort mit Seele einer in der Musik nicht geschniegelt im Regal steht, sondern lebt.
00:54:14: Einer, indem Kultur nicht bloß behauptet, sondern auch möglich wird!
00:54:18: Ein Ort, in dem man merkt dass du Haltung, Herzlichkeit und Heimat wunderbar zusammenbringst.
00:54:24: Ich danke dir von Herzen für dieses Gespräch, für deine Offenheit, für deinen Blick auf Musik, auf Kultur und unsere schönes Erzgebirge Und ich wünsche dir das ihr genau das erhalten bleibt Deine Neugier, deiner Haltung dein Humor und diese ganz besondere Sound Den du mit deinem Laden ins Erzgeber bringst.
00:54:43: Wenn euch, liebe Hörerinnen und Hörers, die Herzschlag-Episode gefallen hat, dann teilt sie gerne über Social Media oder WhatsApp, abonniert den Herzschag-Podcast und schaut auch gern einmal bei uns auf Facebook oder Instagram vorbei!
00:54:54: Jens und ich, wir schnappen jetzt noch ein paar Kopfhörer, machen die Tonartnehmennadel nochmal sauber und gönnen uns noch ein bisschen Hörgenuss und balsam für die Seele.
00:55:02: Gemeinsam bleibt bloß nur zu sagen... Glückauf!
00:55:06: Der
00:55:13: Podcast aus dem Erzgebirge.
00:55:15: Alle Infos zum Kanal findest du in der aktuellen Episodenbeschreibung.
00:55:21: Herzschlag ist eine Produktion von...