Sie schlachtet Klischees zwischen Veggie-Frust und Fleischeslust!
Shownotes
Eine Fleischsommelière mit veganer besten Freundin und veganen Kundinnen an der Ladentheke mitten im Erzgebirge? Was wie ein unlösbarer Widerspruch klingt, ist für Maxi Baumann gelebter Alltag. Mit gerade einmal 25 Jahren leitet die Erzgebirgerin den Verkauf des traditionsreichen Familienbetriebs "Fleischerei Seifert", glänzt in der Nationalmannschaft des Deutschen Fleischerhandwerks und brilliert als ausgebildete Cortadora.
Dabei führte ihr Weg nicht direkt ins Kühlhaus. Die ersten Ausflüge in die Altenpflege und Physiotherapie zeigten ihr, wo ihr hERZ wirklich schlägt. Beim Fleisch … oder viel mehr beim Handwerk.
In dieser Episode von hERZschlag räumt Maxi radikal mit verstaubten Klischees auf. Sie zeigt, warum absoluter Respekt vor dem Tier die Grundvoraussetzung für ehrlichen Genuss ist, wie edle „New Cuts“ wie das Flat Iron Steak den Teller verändern und warum vegetarische Grill-Kreationen längst einen festen Platz in ihrer Theke haben. Und Maxi packt sogar immer noch ein paar Gramm mehr drauf! Mit eigenen Grillseminaren speziell für Frauen mischt sie die Männerdomäne am Rost gehörig auf.
Lasst euch diese hERZschlag-Podcast-Episode auf der Zunge zergehen und beißt sie ordentlich ab. Hört sie jetzt an, lass euch überraschen und empfehlt sie sofort im Freundeskreis weiter!
Infolinks:
Als vierte Generation in der sächsischen Fleischerei Seifert zeigt uns Maxi Baumann, wie modern, innovativ und mitreißend das Fleischerhandwerk heute ist. Nach ihrem Abschluss als Jahrgangsbeste im Jahr 2020 hat sie eine beeindruckende kulinarische Reise hingelegt und ihr Fachwissen als Fleischsommelière, Cortador mit Kravor, Asador, Grillmaster sowie durch einen Lehrgang zur Sommelier-Kultur perfektioniert. Heute rockt sie nicht nur die Event-Catering-Crew „De' Grillbossen“, sondern räumt auch in der Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks mit allen angestaubten Klischees auf.
Durch den Podcast führt Frank Langer. Gemeinsam mit seinem Team der Glück Auf! TV GmbH bringt er Geschichte von Menschen aus dem Erzgebirge auf den Fernseher und auf die Ohren.
Mehr Infos findest du hier: https://www.instagram.com/maxi_meat_nature/
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich habe zu Weihnachten großartig frei, ich stehe zu Weihnacht mit dem Laden.
00:00:04: Das war im November und ich hab gesagt das Chef ist so niemals.
00:00:07: Ja, ich denke jeder kennt einen Wein zu mir.
00:00:10: Und sowas was der Wein zu mich mit den Wein macht machen wir mit dem Fleisch.
00:00:13: Und das wünsche ich mir einfach dass man wieder die Menschen wirklich mit offenen Augen einkaufen gehen und mal wieder sich in der Frage wie es das Stück Fleisch eigentlich in die Thege gewandert?
00:00:32: Ärztlich willkommen bei Herzschlag, dem Podcast aus dem Erzgebirge.
00:00:45: Heute geht's um die Wurst – also auch!
00:00:47: Aber vor allem geht es um Menschen, die damit ihr tägliches Brut verdienen und das nicht müssen sondern das mit voller Leidenschaft tun.
00:00:55: Und damit herzlich Willkommen beim Herzschlag-Podcast In dieser Folge mit einer jungen Frau.
00:01:00: vielen Dank dass wir hier in Eppendorf bei der Flasche Reise Seifert sein dürfen bei Maxi Baumann.
00:01:07: Ich bin Frank Langer oder der Holli aus der Kehit, klick auf Maxi.
00:01:10: Klick auf Holli!
00:01:13: Maxi du arbeitest im Fleischerhandwerk bist hier in eurem traditionsreichen Unternehmen groß geworden und quasi ins mittje reingewachsen gezwungenermaßen oder ganz freiwillig?
00:01:26: Das kann man sagen wie man will.
00:01:28: Auf jeden Fall wurde mir das Fleischer Handwerk in die Liege gelegt Aber ganz klar war es von Anfang an nie, was ich werden wollte.
00:01:36: Ich habe viele verschiedene Richtungen ausprobiert.
00:01:39: Ich war in der Altenpflege, ich war in Physiotherapie und auch im Bäckerhandwerk.
00:01:44: Schlussendlich hat es mich wirklich ins Fleischer-Handwerk getrieben und ich liebe meinen Job total.
00:01:50: Maxi wer bist du?
00:01:51: Was bist du für ein Typ, für einen Mensch
00:01:53: ...
00:01:54: Erzähl mal was über dich.
00:01:55: Ja, ich bin Maxi Baumann und ich bin ca.
00:01:58: der Jahre alt.
00:01:59: Ich habe es von Jahrhunderten bis Jahrhundzwanzig meine Ausbildung zur Fleischerei Fachvorkäuferin gemacht in Candids in der Fleischerei Körner.
00:02:09: Dann bin ich im Jahrhundred zwanzig heimgekehrt in unserer Familienunternehmen.
00:02:15: In den letzten Jahren wurde ich dann Teil der Nationalmannschaft des Fleischhandwerks.
00:02:21: In den nächsten Jahren habe ich meine Weiterbildung zum Fleischsummi und zur Quartettora gemacht.
00:02:26: Ich bin jetzt bei uns im Laden Verkaufsleiterin, ein bisschen mit Chefin der Grillbossen.
00:02:34: Du kannst das Ganze anführen, die Angebote schreiben, unsere Grillbuffets erörtern, alles kalkulieren ... Ja.
00:02:45: Also doch schon in deinen jungen Jahren recht umfangreich, was du ja tust und machst?
00:02:50: Ja auf jeden Fall ist ja umfangreich.
00:02:52: viele Ideen müssen da mit reinkommen.
00:02:56: Apropos Ideen in eurer Familie schließen scheinbar.
00:03:00: Du hast über deine Ausbildung gesprochen.
00:03:02: irgendwie alle oder viele als Jahrgangsbeste ab.
00:03:06: Dein Vater Mutter Oma eigentlich alle schon Geschwister, Onkel Danken.
00:03:11: Warum ist das so oder wo kommt es her?
00:03:14: Ja, ich denke immer ein gutes Haus.
00:03:16: Aber obwohl ich in der Fleischerei Korne gelernt habe, bin ich trotzdem geschafft und bin Jahrgangsbeste geworden.
00:03:22: Ich denke das ist einfach ein Ehrgeiz von sich selber und natürlich will immer irgendwo der Beste sein.
00:03:28: Das ist bei uns schon immer so.
00:03:30: Und wie man bei uns sieht, es gibt's bei uns nicht mehr.
00:03:32: Man muss immer ins Troph setzen...
00:03:36: Ins Troph sitzen?
00:03:37: Wir sitzen ja gerade mitten in einer Baustelle.
00:03:41: Das ist ja quasi der Blick auch in die Zukunft.
00:03:45: Es geht für euch immer irgendwie weiter, oder?
00:03:50: Wie viele Jahre gibt es eure Firma?
00:03:52: Unsere Fleischerei gibt's jetzt mittlerweile... Wir hatten letztes Jahr im November, wir hatten mit achtzig Jahren eine Fleischerei und uns gibt's seit nirgendwo hundertfünfundvierzig.
00:04:04: Wir gehen jetzt ins einundachtzigste Jahr sozusagen über.
00:04:09: Ja!
00:04:10: Ja, das ist
00:04:11: Wahnsinn.
00:04:13: Entwickelt euch?
00:04:14: Du sagst es von auch... du bist Fleisch-Sommelier.
00:04:19: Gibt's da für eine weibliche Bezeichnung?
00:04:20: überleg ich gerade?
00:04:21: Ist das Fleisch-sommelier in der weiblichen Bezeichnungen?
00:04:23: Ja nicht ganz!
00:04:24: Das heißt Fleisch- Sommelierre.
00:04:27: Aber ich benenne es einfach bei Fleisch-somelier.
00:04:30: Das klingt für mich irgendwie... hat mehr Bums.
00:04:34: Was macht man eigentlich als Fleisch zum Jahr?
00:04:36: noch scheiß andere?
00:04:37: Ja, ich denke jeder kennt einen Wein zu mir.
00:04:39: Und sowas was der Wein mit dem Wein macht, machen wir mit den Fleisch.
00:04:44: Jeder denkt natürlich, ein Fleischer kennt sich mit Fleisch aus.
00:04:47: Ja, ein Fleisch erkennt sich mit Fleisch aus aber es geht ja um viel mehr wie Fleischteile.
00:04:53: Es fängt schon an bei der Haltung, bei der Rasse über die Fütterung Schlachtung, Reifung.
00:05:01: All das gehört dazu, dass man am Ende ein ordentliches Produkt in hochwertiges Produkt hat.
00:05:06: Weil man darf nie vergessen ... Ja, wir schlachten Tiere.
00:05:09: Von ordentlichem Stück Fleisch muss die Tier geschlachtet werden?
00:05:12: Das ist einfach so!
00:05:13: Irgendjemand muss den Job machen.
00:05:16: Wir machen den Job auf jeden Fall mit Respekt vor dem Tier und deshalb bilden wir uns so weiter, dass wir diesen Respekt dem Tier geben können bis es bei euch aufm Teller landet.
00:05:28: Das hat es gerade Respekt.
00:05:31: In dieser Zeit wird das manchmal kritisch gesehen, habt ja Leute die euch dafür quasi missachten oder als nicht so toll empfinden...
00:05:42: Also Hut ab.
00:05:43: Wir haben da mit überhaupt gar keine Probleme, es gibt natürlich irgendwelche Schlagzeilen von Fleischereien hier und dort oder wo irgendwelchen Veganer oder sonst was für Menschen die Fleischerein beschmieren.
00:05:55: aber wir müssen sagen jeder der bei uns einkaufen kommt, der respektiert unsere Arbeit, der schätzt die Wert.
00:06:02: und es gibt sogar Veganer die bei uns einkaufen kommen und für ihre Familie Fleisch kaufen Und das fetzt uns, ihr wisst ja Das ist cool.
00:06:09: Du
00:06:09: hast vorhin gesagt Auch deine beste Freundin ist nicht gerade erste Käuferin bei euch, oder?
00:06:15: Nein.
00:06:15: Eine gute Freundin von mir die ist Veganerin.
00:06:18: Ist ein ganz lustiges Zusammenspiel.
00:06:20: aber wir waren sogar vor drei Jahren zusammen im Urlaub in Kroatien-Urlaub, vierzehn Tage und es hat funktioniert.
00:06:26: jeder hatte seine Sachen auf dem Teller.
00:06:28: auch ich habe damals vegan gegessen.
00:06:30: Ich hab's wirklich mal probiert.
00:06:31: Es ist nie meins Fleisch ist einfach da kommt nichts ran.
00:06:35: Aber das ist okay.
00:06:37: Vielleicht kriege ich doch mal daran überzeugt, dass ihr da mal wieder ein Stück Fleisch kauft.
00:06:43: Apropos, habt ihr vegetarische vegane Produkte bei euch im Angebot?
00:06:48: Ja also wir machen auf jeden Fall viele Zusatzprodukte.
00:06:53: jetzt zum Beispiel z.B.
00:06:54: in Mazzarralla Burger gefüllte Chambia und gefüllten Kartoffeln und Gemüse spieße das jeder Vegetario auch Veganer was zu essen bekommt, aber natürlich kann man das auch schön als Krill-Beilage nehmen.
00:07:07: Das ist... also es gibt... wird jeder bei ich sagen?
00:07:10: Ja!
00:07:13: Du hast weiter vorhin erwähnt du bist Kortador.
00:07:20: Was macht dein Cotador?
00:07:21: Cotadora, das ist ... Wir nennen es immer ganz schön qualifizierter Schinkenaufschneider.
00:07:27: Und zwar geht's da mehr um diesen spanischen Knochenschinken.
00:07:32: Das kennt bestimmt jeder diese luftgetrockelten Schinkenkeulen und darum gehts einfach, das ordentlich aufzuschneiden, da das beste Aroma rauszukriegen.
00:07:43: Ich weiß zum Beispiel wie man ... wie die Haltung ist von den Tieren, wie sie gefüttert werden.
00:07:52: Wir waren jetzt in Spanien bei Behör und haben uns alles darum angeguckt, wie die Tiere leben.
00:07:59: Wir mussten sogar in die Schlachtung mit reingucken was für uns natürlich super interessant ist dass wir als Fleischerei die selber schlachten, ich sag mal ausländisches Fleisch hier an unserer Theke haben Einfach mit einem guten Gewissen zu verkaufen, was die dort machen und mir wirklich Sachen können.
00:08:20: Die machen das genauso wie wir.
00:08:22: Das können wir machen.
00:08:23: Und genau da geht es wirklich darum den Schinken richtig gut aufzuschneiden.
00:08:27: Es geht um die Dicke, um die verschiedenen Muskeln in dem Fleisch hin, dass man die wirklich perfekt rausholt.
00:08:33: Das ist das beste Aroma entsteht.
00:08:36: Landmann dann auch die Wertigkeiten an der Schätzung?
00:08:38: Klar, ihr kommt aus dem Handwerk ja ohnehin.
00:08:41: Kannst du mit denen... quasi Supermarkt oder wie auch immer Massen, Waren, Fleisch Sachen was anfangen?
00:08:49: Ne also ich verstehe es nicht so richtig.
00:08:51: Klar nie jeder Mensch kann sich jeden Tag einen Steg für dreißig Euro bezahlen.
00:09:02: Wir
00:09:03: leisten das ist was schon Wort!
00:09:05: Das muss man ohne.
00:09:06: Man muss nur jeden da Fleisch essen und wir essen nur jeden der Fleisch.
00:09:11: dann lieber in der Woche zwei drei mal Fleisch, aber ordentliches Stück Fleisch.
00:09:15: Wo man weiß wo es herkommt wie es geschlachtet worden ist.
00:09:20: das ist ein gutes Leben hatte.
00:09:22: dann lieber in der Menge sparen aber nicht am Geld sparen.
00:09:26: wenn du so umher reisen anguckst.
00:09:28: schaust ihr da wie du schon gesagt hast die Betriebe ja auch an?
00:09:33: Ist es das was du dann in dich aufsaugst dieses... dieser Art der Herstellung, die Art der Umgang mit den Tieren und dem Fleisch am Ende.
00:09:43: Ist es das was du auch in dich richtig aufsaugst?
00:09:45: Oder schaust du dir das nur an?
00:09:47: Nee ich saug das auf jeden Fall mehr auf.
00:09:50: umso mehr man das erlebt hat drin erlebt in dieser Welt umso besser kann man so verkaufen.
00:09:56: also das ist einfach so dass man wenn man das selber gesehen hat nicht nur von Erzählungen das wirklich mit seinen eigenen Augen gesehen hat gespürt hat und hier und dort geguckt hat, dann man lebt dafür einfach.
00:10:11: Musstest du da reinwachsen oder wart ihr das schon von der Familie her gegeben weil es bei euch so gang und gäbe ist?
00:10:18: Ich denke mal mein Weg war ein bisschen steiniger.
00:10:21: so ganz klar seit Kindheitssagen war es nie dass ich das werden will was ich jetzt bin.
00:10:28: aber es kam dann somit Ich habe jeden Samstag hier mitgearbeitet, weil das Geld auf dem Bäumen wächst.
00:10:37: Und wir mussten auch was dafür tun, dass wir etwas gekriegt haben und da haben wir halt mit gearbeitet und dann habe ich das irgendwo liebengelernt.
00:10:44: Ja
00:10:45: also es kam ... der Appetit kam beim Essen, wenn man so lange
00:10:49: gehört hat,
00:10:50: die Richtung.
00:10:52: Du sagst jetzt auch du warst oder bist die Mitglied der deutschen Fleischer?
00:10:58: Handwerks-Nationalmannschaft, war das jetzt richtig alles gedrückt?
00:11:00: Ja nicht ganz.
00:11:01: Also das ist die Nationalmannschaft des deutschen Fleischhandwerks.
00:11:05: Wir sind sozusagen die Botschafter für unser Handwerk.
00:11:09: wir gehen auf verschiedene Messen sei es Ausbildungsmessene oder Berufsmessen.
00:11:16: wir gehen natürlich zu verschiedenen Sponsoren von uns, von verschiedenen Firmen, Maschinenherstellern oder Messerherstelleren.
00:11:26: Natürlich mit den Geräten wo wir tagtäglich arbeiten.
00:11:29: das ist natürlich der übelste Herzenprojekt dass du wirklich zu den Firmen gehen kannst für die die deine Produkte herstellen dass du da wirklich hin und die Kulissen gucken kannst.
00:11:38: was passiert da?
00:11:39: Natürlich gibt es so ein zwei Mitglieder aus unseren Reihen die auf nationale und internationale Wettbewerbe gehen Das heißt Eurowskills oder World Skills Mein Bruder und ich, mein Bruder der auch Fleischer ist.
00:11:53: Und Fleischermeister bei uns in einer Fleischerei.
00:11:56: Wir wurden dazu nie berufen weil wir einfach dafür zu alt schon sind worden wie immer.
00:12:06: Wie rutscht man da eigentlich rein?
00:12:09: Plötzlich dabei?
00:12:10: oder wird da ein Gremium, gibt es einen Gremien die das auswählt?
00:12:13: Ja also du musst auf jeden Fall in deiner Ausbildung, in deinem Lehrlinges erst mal die Beste oder der Beste sein.
00:12:23: Dann geht's über in den Landes ausscheiden und dann über in Bundes Ausscheiden.
00:12:28: Wenn du dort immer der B beste bist, dann kannst du in die Nationalmannschaft kommen.
00:12:34: ob du das am Ende willst oder nicht Das kann es immer noch du selber entscheiden.
00:12:38: Aber wir wollten das.
00:12:39: Ja,
00:12:39: weiter das.
00:12:40: Wir hatten das vorhin schon, dass liegt bei... Du hast mal auch im Gespräch gesagt, da gab's auch immer so kleine Duelle mit deinem Bruder?
00:12:47: Ja!
00:12:48: Mit meinem Bruder gibt's öfters duelle.
00:12:51: Ich denke jetzt sind wir auf einer Augenlinie und wir können uns wirklich in die Augen gucken und zusammenarbeiten und je gegeneinander arbeiten.
00:12:59: aber das war natürlich früher so jeder wollte der Beste sein.
00:13:02: Das war bei uns in der Familie einfach so gang und gäbe.
00:13:07: Gibt es auch so generationelle, also die Alten mit den Jungen gegen die Jungen?
00:13:13: Es gibt kein Gegen würde ich sagen oder?
00:13:15: Nee.
00:13:15: Es gibt immer ein Mit.
00:13:17: Klar gibt's verschiedene Diskussionen Grunddiskussion Wir wollen manchmal was Neues machen oder was verändern wo wir dann naja wenn man vielleicht mal geschafft haben dass wir das ändern wollten Fleisch gemerkt haben Vielleicht haben die Alten doch mal recht gehabt.
00:13:34: Und man kann nicht die ganze Welt verändern, das geht nicht?
00:13:36: Du warst!
00:13:37: Alt Dinge sind einfach gut so wie sie sind und genau.
00:13:41: aber wir dürfen wirklich von unseren Elternhausen haben ja die Hand offen.
00:13:44: Wir dürfen eigentlich machen was wir wollen.
00:13:46: Wir durften unsere eigenen Ideen einbringen.
00:13:48: Das darf jeder Mitarbeiter bei uns.
00:13:50: Jeder der eine Idee hat für ne neue Wurst, für ne Neue Bratwurst irgendwelche neuen Grillspieße.
00:13:55: Darf das immer gerne machen.
00:13:57: Sind mir immer willkommen dafür und offen dafür.
00:14:00: Genau.
00:14:01: Und gerade das sagt, wie lebt denn euer Team so?
00:14:06: Was zeichnet dann das Team aus?
00:14:08: und vor allem was unterscheidet euch von anderen?
00:14:11: weil ihr habt offenbar ja keine Probleme neue Mitarbeiter zu finden oder.
00:14:14: Nee also Mitarbeiter.
00:14:16: ich sag mal im Verkauf ist es immer schwierig Mitarbeiter zu finden weil es will einfach keiner mehr machen weil es ist leider so Ich sage sowas von ungern aber als Verkäuferin Du wirst manchmal abgestempelt, wie der letzte Spinner wäre.
00:14:31: Es hätte in deinem Leben nichts erreicht.
00:14:32: aber so ist es ja nicht weil was die Mädels hier egal wer wo in dem Verkauf ist oder in der Produktion der leistet ihr harte Arbeit Handwerksarbeit Die auf jeden Fall auch respektiert werden muss und das ist einfach nur eine wahnsinns Arbeit.
00:14:46: Ich denke unser unserer geheimen Rezept ist ganz wichtig.
00:14:50: unsere Chefs arbeiten noch mit.
00:14:52: Ich denke, wenn in der Firma die Chefs noch mitarbeiten.
00:14:55: Da ist einfach nochmal ein anderer Druck da und da gibt es niemanden, der an der Ecke steht und auch wäßtet nüserisch was er machen soll weil jeder hat seine Aufgaben Und jeder arbeitet mit.
00:15:07: Wir sind eigentlich überall bei du Was denk ich?
00:15:11: Und nochmal was was Gutes ist.
00:15:14: man kann auf Augen rede Auf Augenhöhe reden.
00:15:19: Das funktioniert Einfach.
00:15:20: Mal ist beim Chef Klei immer Man ist gleich am Chef dran.
00:15:23: Man muss erst nicht über zehn Wege irgendwie zum Chef kommen, wenn es mal was gibt und Probleme werden eigentlich schon mal gleich angesprochen und gelöst.
00:15:30: Klar da hat man Probleme manchmal ein bisschen länger.
00:15:33: in jeder Firma gibt's Probleme.
00:15:35: Klar gibt's auch manchmal da wo du ... wie das halt überall so ist.
00:15:40: Na was sonst?
00:15:42: Das passt schon!
00:15:43: Wie viele Leute seid ihr auf wie viel Filialen oder auf Geschäftsstellen verteilt sich das bei euch?
00:15:48: Wir sind in der Fleischerei, vierundzwanzig Mitarbeiter... ...in einem Hauptgeschäft.
00:15:57: Es klingt jetzt viel?
00:15:58: An sich ist es nicht viel!
00:16:00: Wir haben ein Ladengeschäft was natürlich von frühes um sechs bis abends achtzehn Uhr bespielt werden muss mit zwei Schichten.
00:16:06: Wir haben einen Mittagessen, also einen Kocher mir, der Mittag-Essen kocht wo das Mittag Essen auch in unser Dorf ausgeliefert wird Und da muss natürlich die ganzen Konserven alles einkochen, Gulasch im Glas, Rolladen im Glas.
00:16:20: Dann haben wir eine Porti-Service Abteilung.
00:16:23: Da gibt es drei Mädels, die machen halt immer kaltes Sachen, warme Speisen für ein Porti Service in der Woche oder am Wochenende.
00:16:30: Wir haben dann noch Präsente zu machen, immer ganz viele und dann haben wir natürlich unsere Produktion.
00:16:35: Wenn
00:16:36: man nochmal so in das Fleischhandwerk mal reingeht... Da bin ich manchmal aus, also ich esse auch gerne Fleisch Versuch mir, was zu machen.
00:16:46: Ich habe da jetzt mal etwas von New Cuts gehört.
00:16:52: Was sind denn diese New Cards?
00:16:54: Ja also New Cats bedeutet es nicht, dass das Rind neu erfunden wurde.
00:16:58: Die New Cuds gibt schon immer im Rind und zwar wird das Rinde heute daran einfach anders zerlegt und zwar so, dass man aus einem Rind mehr rausholen kann.
00:17:11: Man kann ja zum Beispiel verschiedene Stücke nur zum Schmoren nehmen, man kann einfach jedes Stück Fleisch grillen.
00:17:19: Funktioniert einfach nicht.
00:17:20: und da wurde jetzt das Rind so zerlegt oder ist so neu... Ja man kann schon Sachen zerlegt, dass man wirklich fast jedes Stück Fleisch jeden Muskel grillen kann Kommt aber immer darauf an, welche Rasse es ist.
00:17:40: Wie war die Schlachtung?
00:17:41: Wie wird die Reifung?
00:17:42: Das ist halt immer ganz wichtig, da drauf mit Obacht zu geben.
00:17:48: Zum Beispiel gibt's ein Mittelstück aus der Schulter und das nimmt man eigentlich wirklich für sauerbraten.
00:17:57: Es ist so ein typisches Sauerbraten-Stick.
00:18:00: Und da gibt's eine Mittelstücke, ist so eine ganz dicke Sehne drin.
00:18:03: Und die kann man dann rausschneiden und da hat man zwei solche ganz flachen, schönen Fleischteile.
00:18:10: Das nennt man zum Beispiel Flatiron.
00:18:12: Mein absolutes persönliches Lieblingsstück ziehe ich mir immer vor im Rostbeef oder für einen Filet vor.
00:18:20: Finde ich einfach total lecker, saftig und hat immer irgendwie einen eigenen Geschmack!
00:18:25: Gehst du manchmal so durch die Fleisch- und Wursttäger?
00:18:28: Und pickst ja dein Lieblingsstück heraus oder liegt das gar nicht aus dort, das Lieblungsstück.
00:18:33: Nee da haben wir ja in der Regel also meistens immer mehr wie ein Rind in der Woche Schlachten und so eine Rinde hat halt dann immer auch nur vier Flatirons weil es gibt halt nur links und rechts den Schulter und sozusagen nur eh Mittelstück.
00:18:50: Also gibts dann zwei Mittelstücke Dann vier Flat Irons Und da krieg ich dann schon immer mal eins.
00:18:57: Ich bin dann schon so dabei, dass man aber ... Wenn die Kunden doch lieber eins haben will, dann gebe ich dann doch schon mal lieber eins ab.
00:19:04: Du gibst
00:19:05: auf!
00:19:05: Du kannst abgeben?
00:19:05: Ja, das gebe ich schon.
00:19:06: Ich kann abgeben ja.
00:19:08: Es gibt auch noch andere leckere Katze, die ich sehr gerne mag und ...
00:19:15: Apropos abgeben, auch dein Bruder oder dein Partner, Lebenspartner Mann Lebenspartner.
00:19:24: Ist das aber nicht in der Flasche rein?
00:19:27: Hat da Interesse daran, so was zu machen?
00:19:30: Eine ganze Geschichte bei uns!
00:19:33: Mein Lebenspartener verlobter wie immer... Wir haben uns in der Fleischerei kennengelernt und zwar ist meine Oma vor gut zweieinhalb Jahren hingefallen und mein Verlobster ist im Rettungsdienst.
00:19:52: Ja, Zufälle gibt's.
00:19:54: Und da kam dann als Rettungsdienst in seiner Arbeit hergefahren und ich denke das war ein Kleier.
00:20:01: Bei ihm auf jeden Fall lief er auf den ersten Blick bei mir jetzt nicht so.
00:20:06: Das bautest du jetzt?
00:20:07: Ja es war so!
00:20:10: Ich war halt da gerade mal noch in einer Phase drin wo ich einfach keine Zeit, keine Lust hatte.
00:20:18: Ich habe keine Perspektive für eine Beziehung.
00:20:21: Weil die Fleischerei, das war die Nummer eins und was anderes gibt es bei mir im Leben nicht?
00:20:26: Ich hatte dafür keine Zeit.
00:20:29: Das sieht natürlich jetzt ganz anders aus.
00:20:31: Und jetzt ist mittlerweile so ... dass er mit beiden Grillbossen tätig ist.
00:20:36: Wenn's hopp kommt steht er auch mit dem Laden.
00:20:40: Das haben wir letztes Jahr mal ein bisschen aus.
00:20:43: Scheiß, weil mir relativ große Personalnot hat im Laden und vor allem aufs Weihnachtsgeschäft hinzu.
00:20:49: Ich dachte, das schaffen wir nicht dieses Jahr!
00:20:51: Das funktioniert nicht!
00:20:52: Und dann habe ich gesagt, ich hab zu Weihnachten... Großteil frei ist die zu Weihnachten mit dem Laden.
00:20:58: Das war im November und ich habe gesagt, das Chef sei niemals.
00:21:01: Da haben wir da draußen eine kleine Wette gemacht.
00:21:03: Dann haben wir wirklich in jeder freien Minute, die wir hatten, kam er mit einer Fleischerei oder dann Armturm auf den Sofa saßen.
00:21:08: Wir haben wirklich die Fleischerei immer durchgegangen.
00:21:12: Ich hab jedes Produkt erklärt, jedes Fleischstück so dass sie wirklich zur Weihnachten mitten unter der Tee gestanden und mir als vollwertigen Verkäufer nehmen konnten.
00:21:24: Das war einfach nur, das war einfach so geil.
00:21:27: Und jetzt wenn er mal Zeit hat und Lust hat kommt er mit in die Thege hinter der Thege.
00:21:32: da machen wir mal zusammen eine Schicht.
00:21:34: Es fetzt.
00:21:35: So ist es cool ma Aber ich könnte mir niemals vorstellen wirklich jeden Tag Mit ihm zusammenzuarbeiten.
00:21:42: Es geht nicht
00:21:43: Ja aber eurer Eltern tun's ja
00:21:45: unsere Eltern du uns wie dir das schaffen das wissen wir ohne.
00:21:48: Natürlich gibt's dann ab und zu ein bisschen mehr Streit.
00:21:53: Ich denke, du liebst es trotzdem noch.
00:21:55: Da sie letztes Jahr Silber nachher Zeit haben.
00:21:59: Apropos Lieben gibt's eigentlich eine... Man hat so rausgehört das Rindfleisch vielleicht auch noch andere Fleisch oder Schwein, Hohen was auch immer was dich fasziniert und vielleicht mehr als das Rinde anspricht?
00:22:14: Oder ist schon das Rinden?
00:22:16: Also Schwein?
00:22:18: ja wir haben jetzt bei uns Schweine, die auf Stroh stehen.
00:22:24: Also unsere Ärzte sind Strohschweine.
00:22:26: Das bedeutet, dass das Schwein mindestens acht bis neun Monate auf Strohh steht.
00:22:30: Es ist einfach viel besser für den Schwein und hat eine bessere Muskulatur.
00:22:37: Wenn es auf Spaltenboden steht, rutscht es gerne aus weil es nur dreckig und fett ist.
00:22:43: Das hat weniger Verletzungsgefahr.
00:22:46: Das intramuskuläre Fett wird viel schöner und das Fleisch ist einfach total saftig.
00:22:54: Und was so viele Kunden sagen, was halt das Gute ist dieses Feedback von den Kunden, was wir kriegen?
00:23:00: die merken in der Pfanne dass total wenig Fleischsaft verlieren.
00:23:05: also wenn sie von mir aus so ein großes Steak kaufen haben Sie danach immer noch so einen großen Steak in der Fahne oder nicht wie im Supermarkt?
00:23:14: Dass da nur noch um der Hälfte drin ist Das ist schon das Gute.
00:23:19: Und beim Schwein, ich liebe unser Iberico-Schwein, also das spanische und mein Lieblingsstück ist das Präser.
00:23:28: Das ist ein Stückchen aus dem Schweinekamm.
00:23:30: natürlich kann man auch das Schweinen in verschiedenen New Cuts
00:23:33: aufteilen
00:23:34: nicht nur beim Rind.
00:23:35: und genau das Präsar ist ein Stickel aus dem Rind, aus dem Schwanekamm.
00:23:40: es ist so einen Deckelschneum drauf und das ist total saftig Herrlich!
00:23:45: Also man merkt richtig, das geht ja durch und durch.
00:23:50: Du lebst und liebst es?
00:23:51: Ich lebe und liebe das sehr, sehr.
00:23:55: Die Grillbossen ist das ein Bestandteil der Flasche?
00:23:59: Wie ist das bei euch angegliedert?
00:24:00: oder wie gehört das dazu?
00:24:01: Ne die Grillbosen gibt's tatsächlich erst seit Jahrzehnteinzehn.
00:24:05: Das ist unser drittes Standbein kann man sogar sagen.
00:24:11: Die haben ja damals gegründet.
00:24:15: Ja, so wie das jetzt ist.
00:24:16: Das hätte damals niemand gedacht, dass es so wird, wie's jetzt isst.
00:24:21: Mein Vater hat im Jahr two-thausend achtzehnt sein Fleisch so meh gemacht.
00:24:26: und wieso hat er denn eigentlich gemacht?
00:24:29: Wir schlachten selber!
00:24:30: Und da ist es total schwierig enttier von Nose to Tail was jetzt so dieser neue mutische Trend ist zu verarbeiten.
00:24:39: Wir machen das aber schon immer, weil wir schlachten selber und da gehört es halt dazu eine Brust zum Beispiel nicht nur in der Wurst zu schneiden, weil's einfach zu schade ist.
00:24:49: und dann haben wir irgendwie einen Weg gesucht wo man wirklich das ganze Rind verarbeiten können und da kamen irgendwann die Krippers.
00:24:57: Wir haben dann angefangen uns zwei drei Krille zu kaufen uns beigene Tische herzustellen und dann sehen wir ja immer als Familie früher immer mal zu Freunden gefahren oder mal zu guten Kollegen gefahren und haben dort einen angefangen zu grillen.
00:25:12: Das ging dann sowas von ab, wo wir jetzt mittlerweile dreiundzwanzig im Team sind und mir vorhin jetzt wirklich jeden Freitag und jeden Samstag manchmal sogar in der Woche raus und nun Grillbifes
00:25:26: herrischten.".
00:25:28: Und das ist so gewachsen?
00:25:30: führt wahrscheinlich auch zu dem, was diese Baustelle ausmacht mit in Kombination.
00:25:36: Es wird eine Art Grillkurs oder so etwas geben?
00:25:38: Oder Fleisch-Sommelier-Kurse... Also Adlerma-Kurs.
00:25:42: Was wird hier stattfinden?
00:25:43: Genau!
00:25:43: Das ist unser... Wir nennen es jetzt mal noch Grillhaus.
00:25:46: Wir suchen nach einem perfekten Name dafür und schwimmen viele Ideen vor.
00:25:51: So richtig haben wir noch nichts gefunden.
00:25:54: Und das ist unser Sommelierhaus.
00:25:57: Das sollen irgendwann, also spätestens nächstes Jahr unsere ganzen Seminare stattfinden.
00:26:03: Die haben wir bis jetzt immer unter unserer Garage geführt.
00:26:08: War okay aber es war immer nicht das was unser Herz erfüllt hat.
00:26:12: Da hat immer noch etwas gefehlt!
00:26:14: Wir fahren ja verschiedene Seminaren.
00:26:16: Es gibt einmal unser Grillseminar Dann haben wir ein Smoker-Seminar, ein Zerlege-Seminar und eine Bratwurst-Saminar Und...das wars natürlich ne?
00:26:25: Ich will irgendwann, wenn das Ding hier steht.
00:26:27: Will ich erstes Frauen-Seminar machen wo wirklich nur Frauen da sind und mir einen recht schönen Abend haben mit bisschen Wein oder Abarol und richtig schöne Sachen machen weil nicht nur Männer können Fleisch essen, auch Frauen können Fleisch Essen und vor allem noch zubereiten.
00:26:42: Du stehst ja dafür?
00:26:43: Ja,
00:26:43: da stehe ich dafür.
00:26:44: Und viele Frauen trauen sich einfach nach dem Grill ran und das will ich einfach ändern weil mir Frauen können genauso grillen wie die Männer und wir denken oh man könnte es manchmal ein bisschen schöner weil wir ein bisschen mehr mit Herz dabei sind.
00:26:55: Ah okay also die Frau steht ihren Mann in dem Sinne wenn man das so... Genau!
00:27:00: Alles klar alles klar.
00:27:01: Apropos Frau steht ihr Mann wird sicherlich irgendwann mal soweit sein dass ihr die Flascherei wahrscheinlich du dein Bruder übernehmen sollt müsst dürft könnt.
00:27:12: Wie blickt ihr denn in die Zukunft, wenn man die Baustelle sieht ja sicherlich positiv.
00:27:18: Was ist geplant?
00:27:19: Was habt ihr vor?
00:27:20: was schwebt euch so vor und gibt es schon Zeitpunkt?
00:27:23: wahrscheinlich noch nicht oder?
00:27:25: Ne also mal reden immer mehr darüber.
00:27:28: was wollen wir nach machen?
00:27:29: wir wollen auf jeden Fall Ich oder mir, aber das ist einfach nur noch immer ein bisschen geschwärts.
00:27:35: Wir würden gerne nach unseren Laden etwas vergrößen bzw.
00:27:38: nochmal umbauen weil da ist es für uns zu klein und zwar für viele riesig, aber für was wir wollen ist auch einfach zu klein.
00:27:47: Dann wollen wir natürlich, dass wir alle wieder ein bisschen ruhiger treten vor allem unsere Eltern, denn die haben wirklich die letzten zwanzig Jahre, wo die hier Chef sind, haben sie gerammelt... Wir hatten unsere Kindheit nicht viel von unseren Eltern, weil die wirklich alles dafür getan haben, dass wir jetzt irgendwann mal eine schöne Zukunft haben.
00:28:04: Einer wo sie uns was bieten können und wirklich einen Grund geben können das wir schön arbeiten können.
00:28:10: Und ein Vierundzwanzig Sieben Automat ist noch ein bisschen ein kleiner Traum von uns.
00:28:15: Das ist in, wie ich sage mal, ein Container.
00:28:18: Wo wirklich der Vierundzwanzig Sieben zugänglich ist und unsere Produkte drin sind.
00:28:23: Es ist halt erladen ohne Verkäuferin.
00:28:25: Total praktisch jetzt in der Zeit weil viele haben lange Arbeitszeiten oder kommen von weiter her und wenn die nach achtzen Uhr kommen... Da gehen sie in den Automaten, kriegen trotzdem ordentliche Woche von uns und müssen näher ins Wormock gehen.
00:28:40: Und manchen fällt dann relativ kurzfristig vielleicht ein.
00:28:42: Ich kenne heute Mike Green zum Beispiel?
00:28:44: Genau wir haben ja jetzt natürlich schon einen Fleischautomat ganz klein.
00:28:49: da geht natürlich so das Samstag, wenn schönes Wetter ist, da geht es richtig ab.
00:28:55: Also, ihr guckt schon technologisch in die Zukunft.
00:28:59: Traditionen verbunden mit der Moderne?
00:29:02: Genau!
00:29:03: Das muss man heutzutage auch so machen weil sonst geht es nicht weiter im Handwerksbetrieb.
00:29:08: Da geht man unter und das ist einfach so.
00:29:10: Der Wald will auch Handwerkesbetrieb bleiben und die Automatisierung von euren großen Strecken, die Verarbeitung von Wurst- und Fleisch vom Tier... Das ist nicht so euer, oder?
00:29:24: Nein.
00:29:25: Also wir wollen wirklich handwerklich bleiben!
00:29:27: Wir wollen uns ohne so jetzt in der Menge vergrößern und halt einfach nur noch drei, vier neue Standbeine setzen, dass wir unseren Kunden mehr bieten können.
00:29:36: Du arbeitest bewusst, ja wir hatten vorhin schon mal das Thema Bewusstsein einer Fleischerei.
00:29:42: Kannst mit Vegetarien weg... veganen schon umgehen oder das ist ja
00:29:46: so lange die uns in ruhe lassen und uns unser fleisch essen und ihr gemüse essen ist alles gut.
00:29:53: also begegnung auf augenhöhe.
00:29:56: genau.
00:29:59: wir hatten vorhin schon einmal dass das thema du bist hier geblieben du hast deine ausbildung zwar einen anderen betrieb gemacht.
00:30:06: gab es schon mal überhaupt die intention zu sagen Ich gehe hier weg und mache das wo ganz anders, in der Großstadt zum Beispiel?
00:30:14: Also Großstadt war noch nie so das Thema.
00:30:17: Nach meiner Ausbildung habe ich oft davon geträumt oder das war immer so ein bisschen der Plan, dass ich nochmal ein bissel herumreise, mal nach Bayern gehen, meine Hamburg-Horo dann nach Kiel einfach eine andere Fleischerei reinschnuppen und gerne mal nach Österreich.
00:30:32: aber da war ja das Ding mit Corona.
00:30:49: Wie geht es eigentlich?
00:31:09: Ja, es ging dann
00:31:10: nicht mehr.
00:31:11: Dann bist du einfach hier geblieben!
00:31:15: Was bedeutet das für dich?
00:31:16: Die Regionen, dass das umfällt... was ist das für Dich?
00:31:20: Auf jeden Fall Heimat, Natur, Vertrauen und irgendwo Nachhaltigkeit.
00:31:32: Was sind denn die Arztgebirger für
00:31:33: dich?!
00:31:34: Sind die Arzgebürger?
00:31:37: wie wirkt ihr auf dich?
00:31:40: Manchmal sehr rubisch würde ich mal sagen.
00:31:48: Trotzdem liebevoll und die wissen eigentlich immer was sie wollen.
00:31:52: Bist du selber so?
00:31:53: Ja!
00:31:55: Schon richtig, gedenke.
00:32:00: Gibt es für dich sowas wie ein Lieblingsort im Arztgebühren der Region?
00:32:04: Gibt's einen Time?
00:32:05: Also wenn man in der Fleischerei bin oder mir das einfach wieder zu viel wird Arbeitsplan besteht aus vier Stunden, das ist halt einfach so.
00:32:17: Ich gehe gerne einfach wandern oder klettern und da bin ich total gerne im Schwarzwassertal in Poperschau oder ich bin gerne in Wolkenstein klettern einfach um Kopfmaar zu lüften neue Ideen zusammen und dann wieder hier zu sein fit.
00:32:33: Und wenn du dann in deinen Richtung Appendorf fährst gibt es einen Punkt wo du sagst Das ist Heimat.
00:32:42: Jetzt bin ich wieder zu Hause?
00:32:44: Ja, das gibt es immer.
00:32:49: Gibt's ein Arztgebirgisches Lieblingsport und kannst du richtig Arzt gebirgisch eigentlich?
00:32:54: Na ja man hat sich im Laden etwas abgewöhnt so zu reden weil viele verstehen ihn einfach nicht.
00:33:02: Und da ich natürlich auch viel jetzt schon in Deutschland unterwegs bin bei anderen Fleischekolleginnen... ...ist schwierig!
00:33:08: Aber man kriegt es nie ganz raus.
00:33:11: Genau, mein erzgebirgisches Lieblingswort ist ... Ohne.
00:33:17: Vieler!
00:33:18: Jetzt so auf der Schnelle fällt man grad keines ein.
00:33:21: Gibt nicht das.
00:33:23: Wenn du das Erzgebürger nach außen vertrittst oder auch aus den Wolken, wie reagieren die anderen auf dich?
00:33:29: Darauf, dass die Region auf dich ist?
00:33:30: Dass hier...
00:33:32: Die singt aber ganz schön erschrocken, dass man eine Verbundenheit hat zu sagen zur Region.
00:33:41: Aber Stubb, die finden so ganz schön cool.
00:33:43: Also ja...
00:33:46: Erzgebirge ist cool?
00:33:47: Ja, Erzgebürger ist ganz schön-cool!
00:33:49: Das fetzt.
00:33:50: Das ist schön, das sehen wir ja auch so.
00:33:53: Ich habe es noch.
00:33:54: zum Schluss.
00:33:55: noch ein paar kurze Fragen an dich, die sicherlich polarisieren oder nicht keine Ahnung aber vielleicht doch mit einer Antwort quasi nur zu beantworten wären.
00:34:08: Wo zieht sich denn eher hin?
00:34:09: nach Freiberg oder anerberg?
00:34:11: Anerberg.
00:34:14: Mit was arbeitest du?
00:34:15: lieber Gasgrill, Holzkohle?
00:34:19: Was ist dir lieber Bratwurst oder Burger?
00:34:23: Boah!
00:34:24: Ist alles gut.
00:34:26: Also wer unser Burger und unser Bratwerk schon mal gegessen hat der kann sich ohne entscheiden so wie ich jetzt.
00:34:32: Bisschen nicht.
00:34:33: Wohin im Winter?
00:34:33: Fichtelberg oder Alpen?
00:34:37: Das ist schwierig.
00:34:38: Da ist Organischiefonkel.
00:34:40: Es ist Albenugut weil... Fischtelberg und Skifahren.
00:34:43: Langlaufjahr, Abfahrt nicht so, das ist der Berg zu kurz zu klänen.
00:34:48: Aber schon dann eher ja es muss ich leider albensam...
00:34:53: Was machst du lieber?
00:34:55: Kommst du vorhin schon fast raus im Urlaub?
00:34:57: wandern oder doch lieber am Strand schälen?
00:34:59: Wandern!
00:35:01: Ausruhen ist gar nicht für mich, da krieg ich einen Knall.
00:35:04: Das ist für alle nicht gut wenn ich mich ausruhe in einem Strand lege.
00:35:09: Es geht nach hinten los.
00:35:12: Danke, liebe Maxi.
00:35:13: Was wünscht du dir?
00:35:14: Was wünschst du der Fleischerei, dem Branche und dem Handwerk für die Zukunft?
00:35:21: Also ich würde gerne mir wünschen dass die Leute mal wieder mit ein bisschen mehr Respekt nachdenken, mal wieder in eine Fleischerei gehen oder überhaupt mal wieder eine Fleischreibe treten Wenn die in Produkt sehen, mal wieder sich verinnerlichen was eigentlich zu dem Produkt alles dazugehört.
00:35:44: Dass nicht nur das Produkt jetzt in der Tee geliegt sondern dass erstmal erst einmal ein Fleisch oder erstmal der Bauer des Tieres beim Rinnen zum Beispiel mindestens zwei Jahre groß zieht dann holen wir das selber mit einem Anhänger ab mir schlachten das selber dann wird es erstmal Ja, geschlachtet.
00:36:05: Und dann wird das erst mal vierzehn Jahre bei uns ... gibt's eine Grundreife.
00:36:10: Da hängt das erst einmal vierzehnt Jahre im Kühlhaus und dann wird es von uns zerlegt.
00:36:16: Dann wird daraus Wurst gemacht vor Edel-Zalami oder zu Grillkatz hergerichtet.
00:36:23: Das wünsche ich mir einfach, dass man wieder die Menschen wirklich mit offenen Augen einkaufen geht und sich in der Frage, wie ist es?
00:36:34: Das Stück Fleisch ist eigentlich in die Thege gewandert.
00:36:40: Danke, Maxi!
00:36:40: Also wir verabschieden uns hier von der Fleischerei Seifer den Eppendorf.
00:36:45: Danke dass wir hier sein durften.
00:36:46: das war eine weitere Folge des Herzschlag Podcasts.
00:36:51: Es verabscheiden sich hier die
00:36:53: Maxi
00:36:54: und Holly.
00:36:55: Glück auf!
00:37:13: Alle Infos zum Kanal findest du in der aktuellen Episodenbeschreibung.
00:37:19: Herzschlag ist eine Produktion von Erzgebirge, gedacht
00:37:24: gemacht
00:37:26: mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Freistaates Sachsen.